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Drei neue Tierfutter-Automaten im Wildpark

Drei neue Tierfutter-Automaten im Wildpark

Die Stadt Düsseldorf will damit das unkontrollierte Füttern im Wildpark unterbinden. Denn viele von Besuchern mitgebrachte Leckerchen können die Tiere krank machen.

Drei neue Tierfutterautomaten stehen den Besuchern des Wildparks im Grafenberger Wald ab sofort zur Verfügung. Dort können sich gegen einen Münzgeldeinwurf von einem Euro eine spezielle Wildfutter-Mischung gezogen werden. Das Automatenfutter ist ein kalorienreduziertes Futter, das sowohl Rot- und Damhirsche als auch Wildschweine und Mufflons gut vertragen. Die drei neuen Automaten befinden sich bei der oberen Schwarzwildplattform, im Zentrum vor der alten Waldschule und im unteren Parkteil beim Bienenhaus.

„Auch bei den Wildparktieren ist es so, dass falsches und zu kalorienreiches Futter zu Gesundheitsschäden führt. Aus diesem Grund und zum Schutz vor Tierseuchen ist ein unkontrolliertes Füttern nach den neuen Richtlinien zur Tierhaltung in Wildparks in Zukunft zu vermeiden. Zusammen mit dem städtischen Veterinäramt wurde nun eine Lösung gefunden“, erklärt Gründezernentin Helga Stulgies.

Um das unkontrollierte Füttern im Interesse der Tiergesundheit zukünftig zu vermeiden, dürfen die Besucher die Tiere — außer mit dem speziellen Futter aus den Automaten — zukünftig nur noch mit frischen Äpfeln und Möhren füttern. Denn die Rohkost ist auch bei größeren Futtermengen gesundheitlich unbedenklich.

Andere mitgebrachte Futtermittel wie Nüsse, Kastanien und Eicheln können gerne in den dafür an den Eingängen bereitgestellten Sammelbehältern gespendet werden. Sie werden später kontrolliert und sparsam dosiert vom Wildparkpersonal zugefüttert. Jede Tierart bekommt ohnehin h noch ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Spezialfutter.

Die neuen Automaten sind einfach zu bedienen: Ein-Euro-Münze hineinstecken, am Hebel drehen und schon rieselt das Futter in einen zuvor untergestellten Pappbecher. Sollten die Automaten einmal leer sein, ist die Tagesration für die Tiere bereits aufgebraucht.

Die Pappbecher sind aus Spendern direkt neben dem Automaten zu entnehmen. Für die Rückgabe stehen an den Futterstellen und Toren Rücknahmestationen zur Verfügung. Sie sind auch für die Wildtiere völlig ungefährlich. Die Einnahmen, die die Stadt durch das artgerechte Futter erzielt, werden zur Kostendeckung des Wildparks verwendet.

Im Wildpark leben 120 Wildtiere wie Schwarzwild, Rotwild, Damwild, Muffelwild, Waschbären, Wildkatzen, Füchse und Iltisse. Der Eintritt in den Park ist kostenlos.