Drei Fragen an zwei Stadtsoziologen

Drei Fragen an zwei Stadtsoziologen

Zwei Stadtsoziologen loben die Aufenthaltsqualität.

Düsseldorf. Gibt es jetzt mehr Aufenthaltsqualität?

Foto: nn

Flohé: Ja. Die Öffnung zum Hofgarten ist sehr gelungen. Eichener: Der Park ist so erlebbar geworden. Vorher war er abgeschnitten vom Rest der Stadt. Diese städtebauliche Lücke ist geschlossen worden.

Sind die Sitzstufen eine Art zweite Rheintreppe?

Flohé: Im Gegensatz zur Rheintreppe am Burgplatz trifft sich ein sehr exklusiver Zirkel am Kö-Bogen — vor allem seine Kunden. Es wäre wünschenswert, dass sich mehr Düsseldorfer diesen offenen Ort erobern. Interessant ist, dass die Öffnung zur Natur gleich kritisch gesehen wird, wenn es um Hinterlassenschaften von Gänsen geht. Eichener: Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten: der Blick aufs Wasser und ein gastronomisches Angebot im Rücken. Aber: tatsächlich geht es an der Rheintreppe studentischer zu.

Welche Bedeutung haben solche Orte?

Eichener: Sie werden immer wichtiger. Es zieht immer mehr Menschen in die Stadt, wir sprechen von Reurbanisierung. Und an solchen Orten ist die Stadt als Stadt erlebbar. Flohé: Und zwar jenseits von Konsum. Ich erinnere auch an die Stühle im Nordpark. Solche Möglichkeiten freier Nutzung brauchen wir viel mehr. Eichener: Im Medienhafen etwa fehlt so etwas völlig. ale

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