Drei besondere Abende mit den Toten Hosen in der Düsseldorfer Tonhalle

Konzert : Drei besondere Abende mit den Toten Hosen in der Düsseldorfer Tonhalle

Eine offizielle Probe und zwei Konzerte hat die Düsseldorfer Band in ihrer Heimatstadt gegeben. Dabei herrschte striktes Handyverbot – denn die Band spielte auch ganz neue Songs.

Mit Pauken und Trompeten sind Die Toten Hosen derzeit von Festival zu Festival unterwegs, um die Menschen unter freiem Himmel zu beschallen. Metaphorisch gesprochen. Und „Mit Pauken und Trompeten“ hat die Band in den vergangenen Tagen in der Tonhalle gastiert.

Im wörtlichen Sinne, denn: Dem edlen Konzert ort angemessen, haben Campino, Kuddel, Andi, Breiti und Vom „alte und neue Lieder ohne Strom“ präsentiert.

Was im Falle einer dem Rock’n’Roll verpflichteten Combo ja immer bedeutet:

Die Gitarren müssen ohne Verzerrer auskommen. Anstelle eines Schlagzeugs regiert  die unaufdringlichere Percussion. Das eine oder andere unverstärkte Instrument kommt hinzu.

Und überhaupt war alles ein paar Stufen dezenter als im Stadion.

Sogar so dezent, dass während der Auftritte – zwei offizielle Konzerte, eine öffentliche Probe – ein striktes Handyverbot herrschte: Niemand sollte das fotografieren oder filmen, was die Band später im Jahr vielleicht noch als Ton- oder Filmträger veröffentlichen könnte.

Zu den besonderen Stücken zählten vor allem Coverversionen: Die Hosen präsentierten die Rammstein-Ballade „Ohne dich“, Musik von den Foo Fighters und den schnulzigen Evergreen „Love is in the air“ von John Paul Young.

Der Hit „Hier kommt Alex“ erschien im musikalischen Kleid eines ZZ-Top-Klassikers, „Tage wie diese“ sang Campino nur in Begleitung von Band-Urgestein Kuddel an der Akustikgitarre.

Foto: David Young

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