Digital statt analog: Neue Funktechnik für Düsseldorfs Rheinufertunnel

Funktechnik : Düsseldorf: Rheinufertunnel wird mit Digitalfunk ausgestattet

Stadt will bis Mitte 2020 das analoge System für 1,25 Millionen Euro ersetzen.

Die Stadt erneuert die Funktechnik im Rheinufertunnel. Das analoge System wird gegen eine BOS-Digitalfunkanlage (BOS = Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) ausgetauscht. Dafür ist vor allem die komplette Verkabelung zu ersetzen. Der Grundsatzbeschluss wurde am Montag im Haupt- und Finanzausschuss einstimmig angenommen. Die Stadt schätzt die Kosten auf 1,25 Millionen Euro.

Die analoge Funktechnik reiche künftig für eine ordnungsgemäße Funkversorgung nicht mehr aus, begründet Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke in der Vorlage diese Investition, da alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ab 2020 mit einem neuen digitalen Standard der Funktechnik arbeiten werden.  Dazu, so Zuschke, gehören unter anderem Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk und Zoll. Außerdem habe schon 2011 eine Überprüfung der Technik im Tunnel ergeben, dass das Antennenkabel an einigen Abschnitten Defekte aufwies.

Für die neue digitale BOS-Funkversorgung müssen im Rheinufertunnel etwa 4000 Meter Antennenschlitzkabel unter der Tunneldecke verlegt werden. Rund 400 Meter Kabelabschnitte werden über einen Repeater (Signalverstärker) versorgt.

Die Stadt will den Bau- und Finanzierungsbeschluss bis zum Sommer vorlegen, Anfang 2020 könnte dann der Einbau der Digitalfunkanlage beginnen – und sieben Monate später vollendet sein.

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