Die Pläne für das Polizeipräsidium

Die Pläne für das Polizeipräsidium

Ein Düsseldorfer Architekten-Büro gewinnt den Wettbewerb.

Düsseldorf. 17 Architekturbüros aus ganz Deutschland hatten Entwürfe geschickt, doch die Sieger des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Polizeipräsidiums am Jürgensplatz kommen allesamt aus der Region, nämlich aus Düsseldorf und Köln.

Die Gewinner freilich residieren nur einen Steinwurf vom Planungsobjekt entfernt. Das Düsseldorfer Büro HPP International hat den ersten Platz belegt. "Da der Siegerentwurf aus der direkten Nachbarschaft kommt, hoffe ich, dass das Konzept auch eine Herzenssache ist", sagte Polizeipräsident Herbert Schenkelberg, der sich freute, einen weiteren Meilenstein auf dem langen Weg zur Erweiterung und Modernisierung des Präsidiums erreicht zu haben.

Der Entwurf von HPP sieht vor, die Gebäudeköpfe zum Ministeriumsbau gegenüber mit einer Fassade aus Glas und Metall in warmen Farbtönen zu verbinden, die zu dem denkmalgeschützten Ziegelbau des Präsidiums passen. Zur Neusser Straße sieht der Plan einen Anbau vor, der, etwas höher als die Zwischenstücke, das Gebäude komplettiert.

Die alte Polizeigarage wird ebenso verschwinden wie die Parkplätze auf dem Jürgensplatz, zwischen Polizeipräsidium und Ministerium und zur Neusser Straße. Polizisten und Ministeriumsangestellte können ihre Autos zukünftig in einer zweigeschossigen Tiefgarage abstellen.

Die Kölner Architektur-Professorin Dörte Gatermann erklärte als Sprecherin der Wettbewerbsjury: "Durch den Entwurf werden zwei Platzsituationen geschaffen: der Jürgensplatz und ein weiterer an der Neusser Straße. Die Gestaltung dieser Plätze bedarf besonderer Betrachtung."

Baudezernent Gregor Bonin lobte die Gewinner ebenfalls für ihre "grüne Achse", die zwischen Polizeipräsidium und Ministerium verläuft und nach dem Willen der Stadt bis zum Rhein fortgesetzt werden soll.

"Das ist das Nächste, was wir angehen. Das Mannesmann-Parkhaus soll möglichst verschwinden", sagte Bonin. Der Umbau des Polizeipräsidiums sei zudem ein weiterer Schritt zur Entstehung eines echten Regierungsviertels um den Landtag herum.

Hans-Gerd Böhme vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB), der als Immobilieneigentümer den Wettbewerb ausgeschrieben hatte, blieb es vorbehalten, die weitere Planung vorzustellen: Man werde jetzt mit den drei bestplatzierten Architekten-Büros in Verhandlungen treten, im Frühjahr mit der Beauftragung beginnen und den Erweiterungsbau 2013 abschließen.

Nach Fertigstellung des Neubaus und der Tiefgarage soll dann der Altbestand saniert werden. Die Kosten liegen im hohen zweistelligen Millionen-Bereich.

Mehr von Westdeutsche Zeitung