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„Die Partei“ in Düsseldorf fordert: Das "...dorf" soll weg

Politik in Düsseldorf : „Die Partei“ fordert: Das „...dorf“ soll weg

Mique Mirus möchte in der Düsseldorfer Stadtrat, dazu hat sie ein Zehn-Punkte-Programm zum „Upgraden“ der Stadt entwickelt. Darin werden unter anderem Komfortspuren für SUV vorgeschlagen.

Was Martin Sonneborn im Europaparlament ist, möchte Mique Mirus gern im Düsseldorfer Stadtrat werden. Die 31-Jährige, die als Berufsbezeichnung „potenzielle Künstlerin“ angibt, ist Kandidatin der Satirepartei „Die Partei“ und hat jetzt ihr ambitioniertes Wahlprogramm vorgelegt. Das sieht unter anderem Sonderspuren für SUV und die Umwandlung von Parkhäusern in Räume für die freie Kulturszene vor.

„100 Prozent plus x“ sei das erklärte Ziel bei den Kommunalwahlen. Knappe drei Prozent hatte „Die Partei“ bei den Europawahlen in Düsseldorf erreicht, da ist also noch Luft nach oben. „Realistisch ist, dass wir zwei bis drei Ratsmandate holen“, ist Mique Mirus überzeugt, wenn man ihr eine ernste Frage stellt. Zurzeit sei man noch dabei, die restlichen fünf Kandidaten zu finden, damit „Die Partei“ in allen 41 Wahlbezirken an den Start geht.

Ganz oben auf dem Zehn-Punkte-Programm steht das „Upgraden“ der Stadt. Dazu soll das „...dorf“ endlich weg und durch Düsselstadt oder Rheinstadt ersetzt werden. Die Umweltspuren sollen zu Komfortspuren für SUV, Sportwagen, Oldtimer und Panzer werden, damit alle umweltschädlichen Fahrzeuge schneller wieder von der Straße verschwinden.

Zum Verkehrskonzept gehört außerdem, dass Leverkusen in einen riesigen Parkplatz verwandelt werden. Weil man dann in Düsseldorf keine Parkhäuser mehr braucht, können die dann zum Spielplatz der Underground-Szene werden. Außerdem fordert die Satirepartei in allen Rheinbahnen ein Luxusabteil mit Champagnerbar und Thai-Massage.