Die neue Umweltspur in Düsseldorf: Hier drohen Einschränkungen

Verkehr : Die neue Umweltspur in Düsseldorf: Hier drohen Einschränkungen

Die Arbeiten in Düsseldorf beginnen. Dabei kommt es im Norden wie im Süden immer wieder zu Sperrungen. Die Spur selbst gilt aber erst, wenn auch die Schilder stehen.

In Düsseldorf beginnen am Montag die Markierungsarbeiten auf den zwei Teilstücken der neuen Umweltspur. Wann diese fertig sind und die Spur jeweils Richtung Innenstadt somit für normale Benzin- und Dieselautos mit weniger als drei Insassen komplett gesperrt ist, kann die Stadt noch nicht sagen.

Begonnen wird am Montag laut Stadtsprecher Volker Paulat auf dem nördlichen Teilstück: der Fischer- und Kaiserstraße zwischen Stern- und Homberger Straße. Vor der Robert-Schumann-Hochschule – etwa 120 Meter nach der Kreuzung Kennedydamm – wird der rechte Fahrstreifen zunächst zum Radfahrstreifen umfunktioniert; er soll später ausgebaut werden zur Umweltspur. Der Radstreifen ist auch für den Linienverkehr freigegeben. Für die Autos bleiben dort Richtung City noch zwei Fahrspuren.

Zunächst kleinere Sperrungen durch die Markierungsarbeiten

Wann und wo genau die ersten Arbeiten auf dem südlichen Teilstück von der A46-Abfahrt Zentrum am Südpark in die City – über Werstener Straße, Witzel-, Mecum und Erasmusstraße – starten, kann Paulat noch nicht sagen. Das sei von der Witterung und dem Tempo der Arbeiter abhängig. „Aber das Wetter ist ja gut angesagt.“ Zum Start in die Woche werden die Pendler etwa aus Hilden, Wuppertal oder Solingen aber noch nicht viel mehr zu befürchten haben, als kleinere Sperrungen, wo sie sich von zwei auf eine Spur fädeln müssen. „Da stehen dann Hütchen, bis die Farbe trocken ist“, erklärt Paulat.

Wichtig: Sind die Hütchen entfernt, darf die Spur vorläufig weiterhin genutzt werden. Die Umweltspur zwischen Südpark und Corneliusstraße gelte erst, wenn auch die entsprechenden Schilder aufgestellt sind. Bis es so weit ist, könne es „rund eine Woche“ dauern, so Paulat: „Wir haben großzügig kalkuliert.“ Sind die Fahrbahnmarkierungen vorher fertig, kann der Termin aber vorgezogen werden. Und: Bei den zwei bestehenden Umweltspuren an Prinz-Georg- und Merowingerstraße hat man die Erfahrung gemacht, dass die Autofahrer trotz noch durchgestrichener Straßenschilder schon nicht mehr über die Umweltspur fuhren. Rückstaus vor dem offiziellen Start sind also nicht ausgeschlossen.

Einen abgemilderten Start erhofft man sich bei der Stadtverwaltung durch den Termin in den Herbstferien: „In den Ferien fällt erfahrungsgemäß weniger Verkehr an, so dass die Auswirkungen der Einrichtung der Maßnahme im Vergleich zu normalen Werktagen etwas weniger stark sein werden“, glaubt der Sprecher.

Im November wird über die Spur Corneliusstraße entschieden

Auf den Düsseldorfer Umweltspuren dürfen neben Autos mit E-Kennzeichen, Bussen, Taxis und Fahrrädern auch Fahrgemeinschaften mit drei oder mehr Personen unterwegs sein – das gilt auch für einen Erwachsenen mit zwei Kindern. Wer allein mit Verbrennungsmotor aus dem Süden in die Stadt will und den erwartbaren Stau auf der bald nur noch einspurigen Achse neben der Umweltspur scheut, dem empfiehlt die Stadt (siehe Infografik), von der A46 in Wersten abzufahren und über die Kölner Landstraße zu fahren oder ab Bilk links auf den Südring und dann in den Rheinufertunnel. Oder natürlich auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. An den S-Bahnhöfen Eller sowie Eller-Süd, am Südpark und am Südfriedhof gibt es Park&Ride-Plätze, weitere werden laut Paulat kurz- und mittelfristig entwickelt.

Alternativrouten zur Umweltspur. Foto: klxm.de

Wie es mit dem Lückenschluss der Umweltspur zwischen den beiden Teilstücken – also auf Corneliusstraße und Berliner Allee – weitergeht, ist übrigens weiterhin offen. „Die weiteren Teilabschnitte sind aktuell in Planung“, erklärt Paulat. Im November sollen sie den politischen Gremien zum Beschluss vorgelegt werden.

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