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Die kulturelle Geschichte des Tabaks

Die kulturelle Geschichte des Tabaks

Annette Meisl hält in der Kunsthalle einen Vortrag über Tabak.

Unter dem Titel „Teufel und Gott — Geheimnisse des Tabaks“ hält die Autorin und Musikerin Annette Meisl am Mittwoch in der Kunsthalle einen Vortrag über die nikotinhaltige Kult-Pflanze. Im Mittelpunkt stehen die zwei Gesichter des Tabaks: In Ritualen der amerikanischen Ureinwohner gilt er als Türöffner zu anderen Welten. Die katholische Kirche hingegen verteufelte den Tabak als Genussdroge. Papst Urban VIII. drohte in seiner Bulle aus dem Jahr 1642 allen, die in der Kirche Tabak rauchen, kauen oder schnupfen, mit dem Kirchenbann. Die Indios aus dem Amazonas sagen dem Tabak heilende Kräfte gegen Krebs nach, bei uns gilt er als einer der Hauptverursacher von Krebs. Im Zuge der großen Entdeckerfahrten kam der Tabak im 16. Jahrhundert nach Europa. Rasch avancierte er zu einem teuren Handelsgut. Bis heute wird kontrovers über den Tabak diskutiert, man denke nur an akutelle Debatten über Rauchverbote.

Annette Meisl selbst hat der Tabak so fasziniert, dass sie in Köln eine eigene Zigarrenmanufaktur mit eigener Zigarrenmarke gegründet hat. Seit dem hält sie Seminare zur Kunst des Zigarrenrollens ab oder hält Vorträge über die Kulturgeschichte des Tabaks. Meisl nennt sich selbst „Zigarrenmanufactrice“.

Der Vortrag beginnt morgen bei freiem Eintritt um 19 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr. TF