Die Kö-Eisbahn nimmt Formen an

Die Kö-Eisbahn nimmt Formen an

Auch Gastro-Konzept am Corneliusplatz steht: Das deftige Angebot liegt preislich im Rahmen.

In der Nacht zum vergangenen Montag hat Oscar Bruch, Betreiber der Eisbahn an der Königsallee, überhaupt nicht geschlafen. „Ich war vor dem ersten Aufbautag so aufgeregt, dass ich kein Auge zugemacht habe.“ Ein Stück des Fußbodens hat er am Morgen in die Hand genommen und zu seinen Aufbauern gesagt: „Das erste Teil ist immer das schwierigste. Jetzt schauen wir mal, wo das hinkommt und dann fangen wir an.“

Foto: Sergej Lepke

Niemand hatte bisher Erfahrungen mit dem Aufbau einer Eisbahn gesammelt. Doch so langsam nimmt sie Formen an. Am kommenden Dienstag soll bereits das Eis gemacht werden. Zwei Tage liegt Bruch vor seinem Plan.

Was allerdings nicht im Plan ist, sind die Kosten. Ursprünglich hatte Bruch mit 1,7 Millionen Euro kalkuliert. „Es werden wohl zwei Millionen Euro werden.“ Er hat inzwischen auch seinen Steuerberater gewechselt, weil dieser ständig Bedenken geäußert hatte. „Wenn das Ding steht, dann mache ich mir Gedanken, wie ich damit Geld verdienen kann.“

Ein preiswertes Vergnügen ist das Eislaufen sicherlich nicht. Sieben Euro werden für die Tagesnutzung fällig. Kinder unter elf Jahre zahlen fünf Euro. Es gibt aber noch spezielle Angebote wie Zehner- oder Fünferkarten, bei denen der Preis deutlich günstiger ausfällt. Fünf Euro kostet der Schlittschuhverleih. Allerdings steht eine Eisfläche von 1700 Quadratmetern zur Verfügung. Da haben wir unserer Nachbarstadt Köln etwas voraus: „Dort hat die Eisfläche nur 1550“, freut sich Bruch.

Zum Vergleich: Bei der Winterwelt im Vorjahr am Kö-Bogen, die jetzt in die Düsseldorf Arcarden nach Bilk gezogen ist, wurden drei Euro fürs Laufen und drei Euro fürs Leihen fällig. Allerdings muss man der Fairness halber sagen, dass diese Eisbahn mit 240 Quadratmetern deutlich kleiner war.

Auf dem Corneliusplatz wird gerade die „Füchschen-Almhütte“ mit 160 Sitzplätzen aufgebaut. Auf der Terrasse wird es noch einmal 90 Sitz- und 60 Stehplätze geben. „Neben dem traditionellen Alt gibt es aus der Hausbrauerei Pils, Weizen, Weihnachtsbier, Alt alkoholfrei, Bio-Zitronenlimonade und Bio-Rhabarberschorle im Ausschank“, erklärt Tobais Heller, kaufmännischer Leiter im Füchschen.

Betreiberin des Restaurants ist Veronika Schillings. Die erfahrene Gastronomin führt in Düsseldorf das „mayersdaily“ an der Rethelstraße und das „Bernstein&Inbar“ an der Lorettostraße. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet lässt sich von Schillings bekochen, denn sie betreibt zudem die Kantine der Düsseldorfer Staatskanzlei.

Dort werden auch die Menüs zubereitet. „In der kleinen Küche der Almhütte geht das gar nicht“, sagt die Gastronomin. Das Angebot ist deftig. Leberkäse, Kaasspatz’n, Bauernschnitzel, Kalbsbratwurst, Holzfällersteak und Gänsekeule stehen auf der Speisenkarte. Die Preise liegen mit 10,90 bis 21,90 Euro im Rahmen.

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