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Düsseldorf: "Die Jazz Rally ist jünger geworden"

Düsseldorf : "Die Jazz Rally ist jünger geworden"

Düsseldorf. Vieles war anders bei der 23. Jazz Rally, manches blieb gleich. Zum Beispiel das Wetter, das sich am Pfingstwochenende wieder von seiner besten Seite zeigte. Und die Begeisterung der Jazz-Fans, die wieder in Massen zu dem Festival strömten.

Rund 300.000 Besucher hatten an den drei Tagen jede Menge Spaß mit internationalen Stars wie Matt Bianco, den Brand New Heavies oder Christian McBride, aber auch Legenden wie Wolfgang Dauner oder Stefan Gwildis.

Und natürlich Schirmherr Klaus Doldinger, der Samstagnacht bei der Session gar nicht mehr von der Bühne wollte. "Die Jazz Rally ist jünger geworden", stellte Reiner Witzel fest, der gemeinsam mit Dieter Falk und Nils Gropp erstmals den künstlerischen Beirat bildete. Das bestätigte auch Musik-Professor Falk, der im Konzertzelt auf dem Burgplatz auch seine Studenten der Robert-Schumann-Musikhochschule entdeckte: "Die bezahlen normalerweise nicht." Insgesamt sei man auf einem sehr guten Weg, das Festival in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Neu war auch das Zelt auf dem Burgplatz, nicht mehr so schön wie früher, darum passten 500 Zuschauer mehr hinein. Eine Reaktion darauf, dass sich in den vergangenen Jahren immer wieder Besucher beschwert hatten, die trotz ihres Buttons bei Top-Acts nicht hereingelassen wurden. Diesmal gab es auch bei Bands wie den Brand New Heavies keine Schlangen mehr vor dem Eingang.

Erstmals war es auch für Button-Inhaber möglich, Tickets zu reservieren. Auch das habe sich bewährt, erklärte Gropp. Eine weitere Neuerung stieß auf Begeisterung bei allen Beteiligten. Denn Samstagnacht gab es im Breidenbacher Hof erstmals eine Session. Da konnte man nicht nur den Schirmherrn Klaus Doldinger erleben, auch viele andere Musiker zeigten, wie viel Spaß sie am Jazz haben. "Das war mich das Hightlight der Rally", freute sich Reiner Witzel, der von Saxofon-Meister Doldinger am Sonntag bei der Abschluss-Pressekonferenz noch ein Kompliment bekam: "Du hast toll geblasen."

Die amerikanische Rhythmus-Band von Christian Mc-Bride gab noch einmal alles - Boris Neisser, Geschäftsführer des Veranstalters Destination Düsseldorf, spendierte den Jungs für 200 Dollar aus eigener Tasche eine Flasche Whiskey. Witzel: "Die Zuschauer saßen teilweise auf dem Boden und fanden es toll, so nah an die Musiker heran zu kommen."