Die „Grüne Büroklammer“ brachte in Düsseldorf 15 000 Euro

Tauschaktion : Die „Grüne Büroklammer“ brachte 15 000 Euro

Der Gegenstand wurde immer wieder gegen höherwertige Güter getauscht. Der Erlös geht an die „Sterntaler“.

Am Ende gab es bei allen Beteiligten nur strahlende Gesichter. 15 000 Euro hatte Julia Sohn mit ihrer Aktion „Grüne Büroklammer“ zu Gunsten der „Stiftung Sterntaler“ eingenommen. Eine beeindruckende Summe. Gut 5000 Euro kamen über das Tauschgeschäft zustande. Bei der Abschlussveranstaltung am Sonntag im Chateau Riks am Belsenplatz spendete Inhaber Michael Quellhorst den Erlös des Getränkeverkaufs. Kult-Metzger Peter Inhoven stand am Grill, verkaufte seine leckeren Bratwürstchen und spendete ebenfalls die kompletten Einnahmen. Zusätzlich legte die Organisation „It’s for Kids“ ein hübsches Sümmchen drauf, so dass am Ende diese stolze Summe zusammen kam.

Die Idee war allerdings nicht ganz neu. Ein Kanadier hatte bereits 2006 dieses beeindruckende Projekt gestartet. Kyle MacDonald schaffte es innerhalb eines Jahres, eine rote Büroklammer in ein Haus einzutauschen. Immer wieder tauschte er die Dinge gegen höherwertige Sachen ein. Am Ende schenkte er seiner damaligen Verlobten das Haus.

Grün dagegen war die Büroklammer, die Julia Sohn ins Rennen geworfen hatte. Und ein Haus sollte am Ende der Aktion auch nicht raus kommen. Ziel war es, so viel Geld wie möglich für die Stiftung zu sammeln. Los ging die Geschichte im September auf dem Carlsplatz. Dort wurde die grüne Büroklammer gegen eine Flasche Wein eingetauscht.

Ein Abendessen mit dem Prinzenpaar brachte 333,33 Euro

Neben dem klassischen Tauschgeschäft nahm sie auch Spenden an, die in die Geschichte einflossen, am Ende aber versteigert wurden. Mitgemacht haben Antenne-Düsseldorf-Moderator Olli Bendt (Abendessen im Restaurant Hopper) sowie Schausteller Oscar Bruch, der ein Frühstück in seinem Riesenrad spendiert hatte. Die Edelbrennerei Schmittmann, der Caterer Fröhlich und die DEG hatten auch ihren Beitrag geleistet. Auch das Prinzenpaar beteiligte sich mit einem gemeinsamen Abendessen. Das Dinner mit Prinz Martin I. und Venetia Sabine brachte immerhin 333,33 Euro.

Seit 19 Jahren gibt es den Verein ‚Sterntaler’ inzwischen. Für die Vorsitzende Caroline Merz eine einzige Erfolgsgeschichte: „Als wir uns damals gegründet haben, wollten wir eigentliche nur einige kurzfristige Projekte verwirklichen. Wir hätten niemals gedacht, dass es uns so lange geben wird. Aber wenn wir mit solch tollen Aktionen unterstützt werden, dann können wir auch eine Menge bewegen.“ Mit dem Spendengeld sollen viele Projekte unterstützt werden. Besonders am Herzen liegt ihr „Babylotsen“, die für die frühzeitige Unterstützung „frischgebackener“ Eltern sorgen. „Wenn Eltern Unterstützung brauchen, es vielleicht auch finanziell gerade ganz schwierig ist, dann ist Hilfe wichtig. Wir wollen Krisen verhindern, bevor sie entstehen.“ Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Kinderschutzambulanz. „Dort finden etwa 200 Kinder jährlich Schutz vor Missbrauch und Misshandlungen.“ Für diese Kinder sammelt der Verein auch Sachspenden. „Wir können vor allem Fahrräder oder gut erhaltenes Spielzeug gebrauchen. Jeder der etwas spenden möchte, kann sich natürlich gerne an uns wenden“, sagt Merz.