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Düsseldorf: Die ganze Kö eine einzige Delikatesse

Düsseldorf : Die ganze Kö eine einzige Delikatesse

Falafel Tacos und Mossbeernocken: Die WZ hat beim Gourmet Festival einen kulinarischen Rundgang gewagt.

Düsseldorf. „Die besten Anlässe stehen in keinem Kalender“ steht auf dem gelb-orange-farbenen Wagen. Stimmt. Meistens jedenfalls. In diesem Fall jedoch nicht. Das Gourmet Festival, welches die WZ als Medienpartner begleitet, ist fester Bestandteil des Düsseldorfer Terminkalenders. Bis Sonntag bieten 200 Aussteller auf der kulinarischen Party unzählige Köstlichkeiten an — vom Graf-Adolf-Platz über die Kö bis nun auch zum Kö-Bogen. Und was macht man auf so einem Festival? Natürlich probieren.

Düsseldorf: Die ganze Kö eine einzige Delikatesse
Foto: Sergej Lepke

Der beste Anlass also, um sich auf rund 2,5 Kilometern durch den Tag zu schlemmen. Gewappnet ist der, der vorausschauend das letzte Mal am Nachmittag zuvor etwas gegessen hat. Wer morgens doch noch ins Butterbrot gebissen hat, der sei beruhigt: Auf dieser langen Strecke kriegt man schneller wieder Hunger, als man denkt!

Start der Gourmet-Tour ist die „Culture Island“ am Kö-Bögen. Noch ist hier nicht viel los, liegt vielleicht an der frühen Uhrzeit. Zur Stärkung erstmal einen schön starken Espresso bei Anastasia Chernomords „Coffee-Bike“. Die Grundlage ist gelegt, es kann losgehen.

Beim roten Food-Truck „Auroras frische Küche“ fällt die Entscheidung schon nicht leicht: Am Ende wird es ein dampfender Teller leckerer Orecchiette mit Paprika, Zucchini, Brokkoli und Chili. Chefin Aurora de Marco kocht höchstpersönlich und hat sich mit Partner Franco Pinto kürzlich erst selbstständig gemacht. Genau wie Alind Hayar mit seinem „La Garto Mexican Grill“ nebenan. Bei ihm trifft die orientalische auf die mexikanische Küche. Die „Falafel Taco“ mit verschiedenen Dips sind ein Gedicht, mittags stehen die Leute schon Schlange. „Ja, ja, man muss hier mit leerem Magen hinkommen“, nickt Wolfgang Hoffeld wissend. Am Sonntag erst aus dem Urlaub gekommen, will er dieses Wochenende vor allem eines: probieren.

Weiter geht es Richtung Königsallee. Ein Absacker wäre jetzt nicht schlecht! Gerüche vermischen sich genau wie die Klänge. Flammlachs duftet neben Ratatouille, Hip-Hop-Musik wummert neben spanischer Gitarre. Menschenmassen schieben sich entspannt die Kö entlang.

Ja, man sieht die grauen Container, die verhindern sollen, dass große Fahrzeuge auf die Prachtmeile rasen. Ja, auch die kleinen Lieferwagen stehen im Rahmen des Sicherheitskonzeptes an einigen Stellen schützend vor Zelten und Ständen. Der Festival-Stimmung tut dies jedoch keinen Abbruch.

Am Stand der Superior Hotels Kitzbühel hat sich Janina Schymura in die köstlichen Moosbeernocken verliebt — zugegeben, sie schmecken himmlisch. Dazu gibt es ein Glas Granderwasser. Während Ehemann Alex es als bekennender Wurstfreund herzhaft mag, für ihn gab es zuvor die Wildbratwurst, kommt seine Frau gar nicht mehr aus dem Beeren-Schwärmen. „Probieren Sie die Nocken“, ruft sie begeistert vorbeischlendernden Passanten zu.

Von Anfang an besuchen sie schon das Festival, das in diesem Jahr in die siebte Runde geht. „Wir lieben Düsseldorf und seine Feste. Die Stadt bietet so unglaublich viel“, sagt Janina Schymura.

Zum Verlieben ist auch der Graf-Adolf-Platz mit seinen unzähligen Food-Trucks auf der Wiese. Es gibt sie in groß, in klein, in bunt. Alices Wunderland für Foodtruck-Liebhaber. Nach einem Schluck rosa Rosenlimonade gibt es auf dem Rückweg in die Redaktion noch ein Stück portugiesische Mandeltarte. Dann ist erstmal Schluss. Aber nur für heute!