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Die Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf Unterrath hat einen neuen Gemeindesaal

Kirchenleben in Düsseldorf : Fenster aus der Pauluskirche im Gemeindesaal

Die Evangelische Kirchengemeinde konzentriert ihre Aktivitäten an einem Ort, um Kräfte und Ressourcen zu bündeln. Dafür wurde ein neuer Gemeindesaal gebaut, der viele Nutzungsmöglichkeiten bietet.

Lange hat die Evangelische Kirchengemeinde Unterrath an einem Konzept gearbeitet, wie das Gemeindeleben künftig gestaltet werden soll und wie man gleichzeitig Kräfte und Ressourcen bündeln kann. Nachdem immer wieder Ideen verworfen werden mussten, wurde festgelegt, dass sich das künftige Gemeindeleben an einem zentralen Ort abspielen soll. Dafür wurde der Standort der Petruskirche in der Straße Am Röttchen ausgewählt und in den vergangenen zwei Jahren die räumlichen Voraussetzungen für die Umstrukturierung geschaffen.

Auf der Wiese neben der unter Denkmalschutz stehenden Petruskirche wurde ein neuer Gemeindesaal mit einer großen Fensterfront gebaut. „Das schafft eine hohe Transparenz und Offenheit“, sagt Pfarrerin Dorthe Schmücker. Sie freut sich, dass die Gemeinde dadurch stärker von außen wahrgenommen werden kann. Dazu trägt auch das neue Lichtkonzept bei, welches dafür sorgt, dass in der Dunkelheit der Gemeindesaal und die Petruskirche von außen und innen beleuchtet werden. „Vorher war dieser Ort nachts nur ein dunkles Loch“, sagt Kirchenbaumeister Michael Wunderlich.

Der multifunktionale und 200 Quadratmeter große Saal, dem eine Küche und eine Theke im Foyer angeschlossen sind, kann auf vielfältige Weise genutzt werden. Er ist unter anderem mit einer versenkbaren Bühne, einer Leinwand und Beamer, Lautsprechern und Strahlern ausgestattet. „Wir haben vorher bei unseren Gruppen und Gemeindemitgliedern nach deren Raumbedarf und Bedürfnissen gefragt und haben uns viel Mühe gegeben, alle Wünsche zu erfüllen“, sagt Presbyteriumsvorsitzender Kurt Schaaf.

Aber auch Gruppen außerhalb der Gemeinde wollen inzwischen vermehrt den Saal nutzen. „Das belebt den Ort und macht neue Menschen mit der Gemeinde bekannt“, sagt Schmücker.

Für die zahlreichen Gruppierungen der Gemeinde, die vom ehemaligen Gemeindezentrum am Diezelweg und anderen Außenstellen zum neuen Standort zogen, wurde in den letzten Monaten auch das benachbarte ehemalige Pfarrhaus umgebaut. Im ersten Stock wurden Räume für die Jugendarbeit geschaffen und im Erdgeschoss Räume für Gruppen bis zu 20 Personen. „Dadurch konzentriert sich jetzt das Gemeindeleben an einem Ort und dieser ist so attraktiv gestaltet, dass mich Menschen ansprechen, die das Gemeindeleben jetzt mitgestalten wollen“, sagt die Pfarrerin.

Auch die Petruskirche wurde für das neue Kirchenzentrum auf Vordermann gebracht. Der Denkmalschutz ließ zwar keine großen Veränderungen zu, aber dafür erhielt das Kirchengebäude die neueste technische Ausrüstung. Die Leuchten können nun gedimmt werden, die Bänke und der Glockenturm wurden saniert, die Fenster erneuert und die Stufen beleuchtet. Zudem wurde eine alte Glocke aus der Matthiaskirche dort aufgestellt. Diese wurde ebenso wie die Pauluskriche verkauft. „Es war uns wichtig, Dinge aus den aufgegebenen Standorten nicht einfach zu entsorgen“, sagt Schaaf. So fanden zum Beispiel das Sprechpult aus der Pauluskirche und der Flügel aus dem Gemeindezentrum am Diezelweg einen neuen Standort in der Petruskirche. Und die alten Fenster aus der Pauluskirche schmückt nun das Foyer des neuen Saals.