Düsseldorf: Die erste Schönheitsklinik für den Mann

Düsseldorf : Die erste Schönheitsklinik für den Mann

Zur Eröffnung am Samstag kamen viele Promis zur Kö. Sogar Ratenzahlung ist in der Klinik möglich.

Düsseldorf. Einen großen Promi-Auflauf auf rotem Teppich gab es am Samstagabend an der Grünstraße, ganz in der Nähe der Königsallee. Anlass: die Eröffnung der ersten Schönheitsklinik nur für den Mann. Die Betreiber der „Kö-Mens-Klinik“ baten zur Einweihungsfeier — und zahlreiche Prominente gaben sich die Ehre. Die bekanntesten unter den Gästen waren ohne Zweifel Oliver Pocher und Gina-Lisa Lohfink. Überraschungsgast Oliver Pocher, der im Ärztekittel erschien, reagierte ironisch auf die Frage, welche Schönheitsoperationen er schon hinter sich hat: „Ich lasse mir des Öfteren die Haare schneiden. Außerdem ist eine jüngere Frau von Vorteil, um nicht so alt zu wirken.“

Model Gina-Lisa Lohfink mit ihrem bestem Freund Florian Wess bei der Eröffnung der Schönheitsklinik. Foto: Michaelis

Model Gina-Lisa Lohfink freute sich für die Männer: „Die Jungs können so ungestört in die Klinik kommen, ohne von Frauen belächelt zu werden. Heutzutage lassen viele etwas an sich machen. Früher gab es Tupper-Partys, heute lässt man sich eben Botox spritzen“, sagte sie ganz frei von Ironie.

Ihr Begleiter, der 36-jährige Florian Wess, lag schon öfters unterm Messer, ließ sich beispielsweise mehrmals die Nase richten. „Wenn Männer sich etwas verschönern wollen, ist das doch vollkommen in Ordnung“, sagte er.

Dass vor allem viele Prominente kosmetische Eingriffe über sich ergehen lassen, ist längst ein offenes Geheimnis. Die am Samstag anwesenden Promis gingen größtenteils offen mit dem Thema Schönheitsoperationen um. Der 38-jährige Nico Schwanz — er arbeitet u.a. Foto-Modell — machte keinen Hehl daraus, dass er sich Stammzellen in sein Gesicht hat spritzen lassen. „In meinem Alter muss man auch etwas tun, um noch jung und frisch auszusehen. Irgendwie muss ich mit der Konkurrenz mithalten“, erklärte er.

Patricia Blanco, Tochter von Sänger Roberto Blanco, hat sich ihre Lippen mit Hyaluron aufspritzen lassen. „Außerdem habe ich meine Arme straffen lassen und über 60 Kilogramm abgenommen. Man muss sich schon selbst fit halten, aber die Eingriffe helfen natürlich auch“, erzählte die 45-Jährige.

Die Schauspielerin Tanja Tischewitsch wiederum berichtete von ihrem letzten Eingriff: „Nach der Geburt meiner Tochter habe ich mir die Brüste straffen lassen. Jetzt bin ich wieder zufrieden mit meinem Körper.“ Auch bei ihr fehlt jede Ironie, wenn sie Männern empfiehlt, eine Schönheitsklinik aufzusuchen: „Einem Mann steht so ein bisschen Botox im Gesicht gut. Es darf nur nicht zu viel sein, sonst sieht es maskenhaft aus“.

Bereits seit 1999 praktiziert die Kö-Klinik in Düsseldorf. Geschäftsführer Tim Funke erklärt, wie es zu der Idee mit der ersten Schönheitsklinik nur für den Mann kam: „Die Männer sind nicht so offen wie beispielsweise Frauen bei dem Thema. Außerdem sind wir Männer lieber unter uns und wollen nicht, dass etwas nach außen dringt. Bei einer gemischten Schönheitsklinik scheuen sich die Männer deshalb oft, zusammen mit den Frauen im Wartezimmer zu sitzen.“ Um die Diskretion zu gewährleisten, hat die Klinik in der Kö-Galerie verschiedene Fahrstühle, die direkt aus der Tiefgarage in die Behandlungsräume führen. Nicht zuletzt wegen der exklusiven Lage nahe der Kö erweckt die Klinik den Eindruck, dass sich dort nur gut betuchte Kunden operieren lassen. Tim Funke betont freilich, dass jeder willkommen ist: „Die Männer sollen keine Scheu haben. Es gibt Ratenfinanzierungen und bei den Preisen kommen wir unseren Kunden auch entgegen.“ Und: „Wir überreden niemanden zu einer Operation.“ Jeder Kunde werde über die möglichen Resultate und die Risiken der Eingriffe aufgeklärt.

wz.de/duesseldorf

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