Grippe Viele Düsseldorfer sind erkältet – aber es ist noch nicht die Grippe

Düsseldorf · Das Gesundheitsamt rät vor allem Risikogruppen wie Schwangeren zur Grippe-Impfung. Der Wirkstoff soll diesmal besser als in der letzten Grippe-Saison sein. In mancher Praxis geht er schon zur Neige.

Der Grippe-Impfstoff wird meist in den Oberarm injiziert.

Der Grippe-Impfstoff wird meist in den Oberarm injiziert.

Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Viele Düsseldorfer waren in der ersten Novemberhälfte krank, die Wartezimmer der Hausärzte voll  – aber die echte Grippe hatten sie noch nicht. „In den letzten Wochen hatte ich wirklich viele Patienten mit einer schweren Erkältung, jetzt, ganz aktuell flaut das ab“, sagt der Bilker Internist Martin Wallenfels, „die Influenza-Welle ist jedoch noch nicht angelaufen.“ In der Tat: Der letzte wöchentliche Influenza-Bericht des Gesundheitszentrums NRW erfasste landesweit gerade mal 12 Fälle.

Dass die echte und hochansteckende Grippe noch kommt, steht fest, offen bleibt das Ausmaß. Traditionell treten die meisten Fälle in den ersten drei Monaten des Jahres auf. In der letzten Saison 2017/18 gab es außergewöhnlich viele Grippe-Fälle, bundesweit wurden gut 300 000 registriert (Die Dunkelziffer lag sicher weit darüber), was nicht zuletzt daran lag, dass der Impfstoff nicht gerade der beste war: „Im letzten Jahr haben viele  gesetzliche Krankenkassen nur einen Dreifach-Impfstoff übernommen, der  suboptimal gewirkt hat. Leider erhöht so etwas nicht die allgemeine Akzeptanz einer Grippe-Impfung“, sagt Klaus Göbels, der Leiter des Gesundheitsamtes. Dabei sei die Grippe-Impfung absolut zu empfehlen, so Göbels, vor allem den bekannten Risikogruppen: Ältere ab 60, chronisch Kranke und – diese Gruppe hebt er besonders hervor – schwangere Frauen, die tunlichst vermeiden sollten, sich mit dem Virus anzustecken.

Offenbar hat die letzte Grippewelle die Impfbereitschaft der Düsseldorfer erhöht, Hausarzt Martin Wallenfels jedenfalls sagt: „In meiner Praxis geht der bestellte Impfstoff schon langsam zur Neige.“

Dieses Jahr wird prinzipiell ein Vierfach-Impfstoff gespritzt. Eine Garantie, dass man gegen die Grippe-Viren immun ist, aber kann natürlich auch der nicht bieten. Wallenfels: „Man erhöht auf jeden Fall die Chance. Im übrigen ist der Verlauf der Grippe bei Geimpften meist deutlich milder.“

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