Karneval : Deshalb nehmen viel Kneipen an Karneval Eintritt

Karneval : Deshalb nehmen viel Kneipen an Karneval Eintritt

Anders als an normalen Wochenenden nehmen viele Altstadt-Wirte an Karneval Eintritt. Vor allem an Altweiber und an Rosenmontag kostet der Besuch in vielen Kneipen der Düsseldorfer Altstadt bis zu drei Euro.

Isa Fiedler, Sprecherin der Altstadt-Wirte, und Inhaberin der Kneipe „Knoten“ auf der Kurze Straße nimmt einen Euro Eintritt an Altweiber und Rosenmontag. „Wir haben an Karneval deutlich höhere Sicherheitskosten. Viele Leute kommen auch nur zum pinkeln in die Kneipe.“ Der Eintritt an Karneval sei dazu da, um „die höheren Lohnkosten abzufedern.“ Fiedler stellt zwei zusätzliche Security-Mitarbeiter ein. Kritik von feiernden Jecken habe sie noch nie bekommen. „Wir machen das schon seit mindestens zehn Jahren“. Mehr Security heiße ja auch mehr Sicherheit und die Gäste können dafür entspannt feiern. An Karneval sei der Eintritt bei Kneipen mittlerweile Standard, weiß Fiedler. Solange der Eintritt nicht zu hoch werde, sieht sie da auch kein Problem.

Keinen Eintritt nimmt Hans-Peter Schwemin. Der Inhaber der „Brauerei Kürzer“ auf der Kurze Straße kann aber „gerade auf der Bolker Straße“ die Eintrittspreise verstehen. „Wegen der erhöhten Kosten für Security.“ Er selber habe drei Mitarbeiter an Karneval, die sich fast ausschließlich darum kümmern, dass keine Gläser aus den Kneipen in die „glasfreie“ Altstadt gelangen.

Michael Schnitzler vom Uerige auf der Berger Straße sieht es ähnlich. „Der Kostenblock für Karneval wird höher: Security, Musik, Personal.“ Er sieht auch ein weiteres Problem. „Die Zahl der Selbstversorger  steigt.“ Gleichzeitig nutzen diese aber die vorhandene Infrastruktur, sprich Toiletten. Trotzdem sei Eintritt an Karneval im Uerige „unmittelbar nicht geplant.“ Langfristig müsse man aber mal gucken, meint Schnitzler.

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