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Der Verein Krass in Düsseldorf beschenkt bedürftige Kinder

Ehrenamt in Düsseldorf : Krass beschenkt bedürftige Kinder

Zum zweiten Mal haben viele Ehrenamtliche in Eigeninitiative Geld und Sachspenden gesammelt. Gerade in Corona-Zeiten wichtig ist auch das Nachhilfe-Projekt von Krass.

Bereits im ersten Lockdown haben die Mitglieder des Vereins Krass bedürftige Kinder mit Geschenkpaketen überrascht, in denen vor allem kreative Überraschungen wie Bastelutensilien, Buntstifte, Puzzle, aber immer auch mal kleine Spielzeuge verpackt waren. An die 50 Kinder, oft aus Flüchtlingsfamilien oder mit Migrationshintergrund, freuten sich über diese Präsente. Jetzt, zu Weihnachten, wurde die Aktion wiederholt.

Im neuen Domizil an der Hallbergstraße – das Kinderatelier an der Linienstraße musste der Verein räumen – wurden die Geschenke von vielen ehrenamtlichen Helfern verpackt und dann persönlich bei den rund 35 Familien, die teilweise bis zu vier Kinder haben, vorbeigebracht – selbstverständlich unter Einhaltung der Corona-Schutzverordnung.

 Conner gehört zu den Auserwählten, die sich über die Präsente freuen durften.
Conner gehört zu den Auserwählten, die sich über die Präsente freuen durften. Foto: privat

Viel Geld von Privatleuten oder Firmen wurden dafür gesammelt, auch Sachspenden gingen ein. „Es ist schon erstaunlich, dass die Spendenbereitschaft zuletzt nicht nachgelassen hat, trotz der Probleme durch Corona, die viele zwangsläufig haben“, sagt Katja Hübbers, die wie Melanie Oberreuter als Honorarkraft für Krass arbeitet, die Geschenke-Aktion haben beide aber in ihrer Freizeit durchgeführt.

Die Provinzial-Versicherung überreichte zum Beispiel fünf Laptops, denn der Einsatz von Krass geht über diese besonderen Aktionen weit hinaus. „In den vergangenen Monaten wurde das Projekt ,Nachhilfe trifft Kunst’ etabliert, das den Kindern dabei hilft, den Leistungsrückstand, der durch das Homeschooling und die fehlende technische Ausstattung entstanden ist, aufzuholen“, erklärt Sprecherin Ines Arnold. In normalen Zeiten kommen bis zu 150 Kinder nahezu täglich zum Krass-Standort, um das Nachhilfeangebot in Anspruch zu nehmen, notfalls werden die Minderjährigen auch mit dem Krass-Mobil abgeholt. „Es hapert halt meist an der Sprache. Wer nur schlecht Deutsch versteht, kommt auch in Mathe nicht mit“, erklärt Melanie Oberreuter, warum das Projekt so wichtig ist. „Es ist eine Frage der Motivation, nicht der Intelligenz. Und die Motivation ist hoch“, sagt sie. Krass ist dabei nicht alleine, gerade entsteht ein Netzwerk, in das auch die Organisationen It’s for Kids und Roundabout Kids eingebunden sind.