Karneval: Der Sturm vor dem Sturm

Karneval : Der Sturm vor dem Sturm

Der graue Himmel trübt die Stimmung auf dem Marktplatz nicht. Manche warten seit dem frühen Morgen.

Düsseldorf. 11.11 Uhr — mit dem traditionellen Sturm auf das Rathaus ist der Straßenkarneval offiziell eröffnet. Für viele begann der Karnevalstag aber schon wesentlich früher. Das angekündigte Sturm- und Regenwetter war den meisten egal.

Und auch die anderen Jecken haben sich offenbar auf das Wetter eingestellt — flauschige Tierkostüme, die Frottee-Ponchos und dicke Thermostrumpfhosen wurden aus dem Schrank geholt.

Ist die Menschenmenge gegen 10 Uhr auf dem Marktplatz noch überschaubar, füllt es sich bis 10.45 Uhr immer mehr. Spätestens ab dem Zeitpunkt, zu dem das Musikprogramm auf der Bühne beginnt, wird geschunkelt, gesungen und Konfetti geworfen.

Auch wenn die Regenbogendamen schon lange warten, kommen ihnen kurz vor dem Rathaussturm noch andere Damen zuvor: die richtigen Möhne, als alte Weiber verkleidet. Pünktlich um 11.11 Uhr wird an die große blaue Türe geklopft, nach gemeinsamen „Wir wollen rein“-Rufen strömen all die Wonderwomans, Regenbogendamen, Marienkäfer und Hexen hinein.

Ob sich der Straßenkarneval wohl später schnell nach drinnen in die Kneipen verlagern wird? „Nur, wenn es so richtig zu regnen anfängt“, sagt eine Regenbogen-Dame. Trotzdem heißt es jetzt erstmal im warmen Rathaussaal aufwärmen.

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