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Der Park Lantz in Düsseldorf Lohausen bietet viel Sehenswertes

Serie Parkcheck (12) : Ein Kleinod unter Denkmalschutz

Im Park Lantz in Lohausen gibt es viel zu entdecken. Dort stehen ein seltenes Bauwerk, einige Skulpturen, aber auch viele alte Bäume.

Der Park Lantz hat eine interessante Historie, über die sich die Besucher mit Hilfe von Informationstafeln informieren können. Diese stehen am Haupteingang Lohauser Dorfstraße und am Eingang Heiligenweg. Namensgeber der Anlage ist der Industrielle, Stadtverordnete und Kaufmann Heinrich Balthasar Lantz, der den ehemaligen Rittersitz Lohausen im Jahr 1804 erwarb. Lantz, der durch Handel in den Kolonien reich geworden war, ließ ab 1805 das große Herrenhaus der Familie, die Villa Lantz, errichten. 1972 erwarb die Stadt Düsseldorf den Park, ebenso wie die anderen Lantz’schen Güter und machte 1978 nach einer Teilsanierung den inzwischen denkmalgeschützten Park für die Öffentlichkeit zugänglich.

Platz und Fülle

 Ein schmiedeeisernes Tor bildet den Haupteingang in den Park.
Ein schmiedeeisernes Tor bildet den Haupteingang in den Park. Foto: Julia Brabeck

Die 16 Hektar große Anlage im Düsseldorfer Norden ist wenig bekannt und deshalb auch bei schönem Wetter nicht überlaufen. Wer im hinteren Bereich der Anlage durch ein Tor den Park verlässt, gelangt auf Feldwege, die nach Kaiserswerth oder zum Rheindeich führen. Der Parkspaziergang kann somit beliebig verlängert werden.

 Bei Familien ist der Spielplatz sehr beliebt.
Bei Familien ist der Spielplatz sehr beliebt. Foto: Julia Brabeck

Besondere Ausstattungen

 Im gesamten Park kann der Besucher Skulpturen entdecken.
Im gesamten Park kann der Besucher Skulpturen entdecken. Foto: Julia Brabeck

Im Park gibt es einen Spielplatz mit einer großen Kletteranlage, Rutschen und einem Basketballkorb. Die Geräte sind teilweise in die Jahre gekommen und sollen deshalb auf Wunsch der Bezirkspolitiker überprüft und durch Spielgeräte für Kleinkinder ergänzt werden.

 Die Hauptwegeachse führt auf die Lantz’sche Kapelle zu.
Die Hauptwegeachse führt auf die Lantz’sche Kapelle zu. Foto: Julia Brabeck

Sehenswert

In der Mitte des Parks, am Ende der Hauptachse steht die kleine Lantz’sche Kapelle. Diese wurde zum Gedenken an Mathilde Lantz 1879 erbaut, die im Alter von nur 44 Jahren verstarb. Solche Memorialkapellen sind selten im deutschsprachigen Raum. In NRW findet man nur noch ein weiteres vergleichbares Bauwerk. Ein Förderverein bemüht sich seit Jahren sehr rege um den Erhalt des kleinen Gotteshauses. Wer Glück hat, trifft ein Vereinsmitglied an und darf dann einen Blick in die Kirche werfen.

Veranstaltungen

Im Sommer soll wieder im Park ein temporärer internationaler Skulpturenpark aufgebaut werden. Damit wird an zwei Traditionen angeknüpft. So wurde der Park in der Mitte des 19. Jahrhunderts bereits mit Skulpturen ausgestattet. Ende der 1970er Jahre machte der Galerist Alfred Schmela die historische Grünanlage zu einem großer Skulpturengarten mit zahlreichen zeitgenössischen Plastiken. Die meisten davon wurden später entfernt, ebenso wie die alten Plastiken der Familie Lantz. Infos dazu finden sich in einer Broschüre die online herunter geladen werden kann unter www.kunstkommission-duesseldorf.de.

Sitzgelegenheiten

Sind in der Anlage vor allen Dingen im vorderen Bereich rund um den Spielplatz vorhanden. Die Bezirksvertretung will dort noch zwei Sitzgruppen mit Tischen aufstellen lassen.

To-Go-Gastronomie

Verpflegung muss selber mitgebracht werden, denn im Park gibt es keine Angebote wie ein Café oder Kiosk und auch in der Nähe des Ausgangs sind keine Geschäfte vorhanden, allerdings die Gaststätte „Im kühlen Grund“.

Toiletten

Sie gibt es ebenfalls nicht im Park. Auch in der Umgebung sind keine öffentlichen Toiletten vorhanden.

Sauberkeit

Die Anlage macht einen sehr gepflegten Eindruck, obwohl nur wenige Mülleimer dort aufgestellt wurden.

Anbindung/Parkplätze

Öffentliche Parkplätze im Umfeld des Haupteingangs sind begrenzt, weshalb eine Anfahrt mit dem ÖPNV, etwa mit dem Bus 760 bis zur Lohauser Dorfstraße, empfehlenswert ist.