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Düsseldorf: Der Florapark bekommt wieder eine Fontäne

Düsseldorf : Der Florapark bekommt wieder eine Fontäne

Wasserqualität soll verbessert werden, um teure Entschlammung zu vermeiden.

Düsseldorf. Im Florapark-Weiher sprudelte früher eine Fontäne. Und diese wünschen sich die Politiker in der Bezirksvertretung 3 (u.a. Bilk, Unterbilk) schon seit längerer Zeit für den Unterbilker Stadtteilpark zurück. Bereits im Mai 2015 sicherten sie der Verwaltung einen Zuschuss aus dem Bezirksetat in Höhe von 60 000 Euros für die Installation zu. Jetzt stellte das Gartenamt die konkrete Planung vor.

Die Ausschreibungen für die Arbeiten laufen laut Alexander Richter vom Gartenamt. Er rechnet mit einem Baubeginn im Ferbruar/März nächsten Jahres, im April 2017 könnte dann die Fontäne im See wieder fünf Meter hoch sprudeln. Sie soll dann nicht nur ein optischer Hingucker für die Parkbesucher sein, sondern auch eine wichtige Funktion übernehmen. „Ziel ist es, dass das Gewässer durch die bessere Sauerstoffversorgung sauberer wird“, erläutert Richter.

Außerdem will die Stadt künftig auch Kosten sparen. Denn der Weiher, dessen Wasser schon mehrfach umzukippen drohte, musste vor sechs Jahren entschlammt werden. Die Schadstoffbelastung durch die Wasservögel war zu groß, Fische starben. Die Entschlammung im Jahr 2010 kostete immerhin 100 000 Euro. Sie ist auch aufwändig. Das Wasser muss abgelassen werden. Mitglieder eines Anglervereins hatten die Fische im Florapark zuvor herausgeholt und sie dann zum Vogelweiher im Schlosspark Eller gebracht. nach der Entschlammung sollte das Wasser im Florapark eigentlich frei von Fischen bleiben. Doch immer wieder setzen Unbekannte dort laut Gartenamt erneut Fische rein.

Der Florapark (auch Floragarten genannt) steht seit 1990 unter Denkmalschutz. Die knapp drei Hektar große Grünanlage befindet sich zwischen Bilker Allee, Kronen-, Bach- und Palmenstraße. Gebaut wurde sie 1876 von einer Privatinitiative, die dazu eine Aktiengesellschaft gründete. Um den kleinen Park zu unterhalten, zahlten die Besucher damals Eintritt. Der Floragarten diente der Geselligkeit. Es gab sogar Tennisplätze an der Stelle, an der sich heute der Spielplatz befindet. Die Stadt übernahm die Anlage 1902. Anfang 2009 wurde der Park transparenter und heller gestaltet.