Der bequeme Weg

Prinzipiell ist es nachvollziehbar, wenn die Stadt mehr Rendite aus ihren Beteiligungen ziehen möchte. Und vorübergehend dürfen Töchter der Mutter auch mal aus der Bredouille helfen. Bedenklich ist aber, dass der Kämmerer ihnen ganz offenkundig jetzt nur deshalb in die Kasse langt, weil er möglichst bequem Geld reinholen will.

Besser wäre es, er, OB Elbers und die Ratsmehrheit gingen auf dem beschwerlichen Weg der Etatkonsolidierung selbst voran. Mit realistischen Sparkonzepten indes geizen sie.

Kerngesunde Töchter wie Messe, Stadtsparkasse oder andere helfen der Stadt freilich viel mehr durch ihre kontinuierlich gute Arbeit als durch Zwangsabgaben. Sie sind starke Standortgaranten, keine Melkkühe.

Mehr von Westdeutsche Zeitung