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Düsseldorf: Der andere Teil der Altstadt

Düsseldorf : Der andere Teil der Altstadt

Edmund Spohr und Hatto Küffner stellten am Mittwoch das erste Buch ihrer vierteiligen Reihe vor.

Düsseldorf. Wer noch ein Weihnachtsgeschenk für einen echten Düsseldorfer sucht, der bekam am Mittwoch im Jan-Wellem-Saal des Rathauses eine Steilvorlage. Denn dort stellte die Arbeitsgemeinschaft der Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine den ersten Teil der Reihe „Düsseldorf — die Altstadt im Wandel“ vor. Im ersten Buch, das kurioserweise als Band 4 erscheint, widmen sich die Autoren Edmund Spohr und Hatto Küffner dem nördlichen Teil der Altstadt, der ganz anders ist als das Amüsier-Viertel rund um die Bolkerstraße.

„Die Altstadt ist kein Freilichtmuseum, sondern eine lebendige Altstadt, die sich ständig wandelt“, erklärte Oberbürgermeister Thomas Geisel in seinem Grußwort. Als Beispiel nannte er das Andreas-Quartier, das zurzeit im ehemaligen Amts- und Landgericht entsteht. Auch die Eröffnung der Wehrhahn-Linie im nächsten Jahr biete viele neue Gestaltungsmöglichkeiten, wenn die Straßenbahn-Schienen herausgerissen werden.

Ende der 60er Jahre entschied sich die Stadt dafür, dass der nördliche Teil der Altstadt keine Fortsetzung der „längsten Theke der Welt“ werden soll. Wohnhäuser und andere historische Gebäude wurden restauriert, Kultur statt Kneipen hieß das Ziel der Planung.

Spohr und Küffner widmen sich unter anderem dem Ratinger Tor, das architektonisches Vorbild für viele andere berühmte Bauten ist. Sie erzählen die Geschichte der Kreuzherrenkirche, der Eiskellerstraße rund um die Kunstakademie oder der Reuterkaserne. 300 Fotos und Abbildungen, darunter auch neue Luftaufnahmen, sind in dem Band enthalten.

Die Reihe soll schon bald durch drei weitere Bücher ergänzt werden. Zunächst sollen aber die großen Baumaßnahmen abgeschlossen werden.