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Dem Traum zum Greifen nahe

Dem Traum zum Greifen nahe

Die Popstar-Jury sucht wieder TV-Talente. 951 Bewerber glauben, dass sie es können und kamen ins Maritim.

Düsseldorf. Vor zehntausend Menschen auf die Bühne treten, Leute mit Musik begeistern und unzählige Platten verkaufen - viele junge Menschen träumen den Traum eines Popstars und wollen, dass dies nicht länger ein Traum bleibt. Deshalb kamen am Samstag fast 1000 Sänger ins Maritim-Hotel um der Jury selbstbewusst zu beweisen, dass genau sie einen Platz in der nächsten Popstars-Band verdient haben.

Angel-Ann ist eine von ihnen. Die 17-jährige Schülerin aus Herten ist seit fünf Uhr auf den Beinen und hat sich schon seit Monaten für das Casting vorbereitet: "Ich bin total aufgeregt. Seit vier Monaten übe ich." Die dreiköpfige Jury will sie mit ihrer Gitarrenversion von "With every heartbeat" von Robin, der Vorband von Madonna, begeistern. "Aber ich weiß nicht, ob das die Jury überzeugen kann." Ihr Freund Florian glaub jedenfalls an sie: "Sie hat eine tolle Stimme."

Denn die Jury, das weiß man bei Kandidaten, hat ihre eigenen Vorstellungen von den Sängerinnen und Sängern. Doch nachdem Detlef Dee Soost, Michelle Leonard und Alex Christensen von der jubelnden Menge mit einem "Wir woll’n den Detlef seh’n" begrüßt wurden, zeigt Jury-Urgestein Dee echten Optimismus: "Wir haben schon öfters in dieser Gegend gecastet. Die Kandidaten waren immer sehr bunt, schrill und hatten immer viel Talent. Zeigt uns was ihr drauf habt!"

Bevor Angel-Ann und die anderen 950 Bewerber vor die Jury treten dürfen, müssen sie sich zunächst ein Vor-Casting überstehen. Drei verschiedene Stempel auf den Händen der Kandidaten entscheiden dabei über Glück oder Unglück. Am Ende können sich diejenigen mit dem viereckigen Stempel freuen - sie haben die erste Etappe überstanden.

Doch während sich Angel-Ann über ihr Weiterkommen freut, heißt es für manche Kandidaten schon Schluss für heute. "Hier sind echt total gute Sänger dabei", sagt die 16-jährige Bewerberin Celina Schneppershoff aus Ratingen. "Schade, dass ich es nicht geschafft habe."

Für alle anderen kommt nun nach einem langen Tag der entscheidende Augenblick: Halten die Nerven vor den strengen Ohren der Jury oder kommt der befürchtete Blackout? Adrenalin pur bei den Kandidaten. Doch Angel-Ann beweist Nervenstärke und singt mit gefühlvoller Stimme das Lied und zeigt ihr Können an der Gitarre. "Der Gesang war echt toll", sagt Jury-Mitglied Alex Christensen. Doch im Endeffekt lässt sich Dee nicht überzeugen. "Ich sehe dich als Typ nicht in der Band, tut mir leid." Aus und vorbei der Traum. Für Angel-Ann steht jedoch fest: "Klar bin ich traurig, aber ich werde auf jeden Fall mit Musik weitermachen."