DEG gegen Augsburg: Der Wurm im Sturm

DEG gegen Augsburg: Der Wurm im Sturm

Die DEG verliert in Augsburg 0:2 und bleibt damit zum zweiten Mal in Folge ohne eigenen Treffer.

Augsburg. Die Düsseldorfer EG trifft das Tor nicht mehr. Am Freitag verlor das Team von Mike Pellegrims bei den Augsburger Panthern vor 4662 Zuschauern im Curt-Frenzel-Stadion 0:2 (0:1/0:1/0:0) und fiel nach der dritten Niederlage in Folge aus den Play-off-Rängen. Seit über 145 Minuten wartet die DEG nun schon auf einen Treffer. "Da sind wir nicht gut genug. Wer keine Tore schießt, kann nicht gewinnen", sagte Angreifer Alexander Barta.

Nur vier der 15 möglichen Punkte hatte die DEG in den vergangenen fünf Spielen auf ihr Konto buchen können. Damit haben sich die Rot-Gelben zunächst einmal im großen Gedränge des Tabellen-Mittelfeldes eingenistet. Zwischen den Plätzen sieben und dreizehn trennten dort vor Beginn des Wochenendes die Hälfte der Liga lediglich drei Zähler. Für die DEG allerdings wäre angesichts ihrer bisher durchaus ordentlichen Leistungen mehr drin gewesen. Doch wenn im Angriff getroffen wurde, dann patzte die Defensive und stand diese stabil, dann schwächelte die Offensive. "Wir müssen Konstanz rein bekommen und unserer Spielweise immer treu bleiben - egal, wie der Spielstand gerade ist", sagte Pellegrims.

Leichter gesagt als getan. Einerseits musste der Belgier in Augsburg neben Conboy, Weiß und Bordson mit dem erkrankten Brandon Burlon auf einen weiteren Feldspieler verzichten. Für ihn rückte Marcel Brandt nach längerer Zeit mal wieder in die Abwehr, allerdings standen dadurch nur elf Stürmer zur Verfügung. Andererseits ist der AEV inzwischen vom Lieblings- zum Angstgegener mutiert, von den vergangenen sechs Duellen mit den Lechstädtern waren fünf verloren gegangen.

Von dieser Statistik unbeeindruckt begann die DEG einmal mehr optisch überlegen. Nahezu im Minutentakt kam sie vor das von Jonathan Boutin gehütete Augsburger Tor. Die Schüsse von Kammerer, Machacek oder Barta aber waren zu wenig hart und platziert, um den Fänger des AEV vor Probleme zu stellen. Schlimmer noch. Fast mit ihrer ersten Chance gingen die Panther aus dem Nichts heraus in Führung. Thomas Holzmann hatte das Gehäuse von DEG-Keeper Dan Bakala umkurvt und diesem die Scheibe dann sehenswert ins Netz gelupft.

Ein Treffer, der das Spiel deutlich belebte. Es wurde intensiver und körperbetonter, Strafzeiten waren die Folge. Doch während die DEG in dieser Disziplin erneut Mängel offenbarte, nutzte der AEV gleich seine erste Möglichkeit auf simple Art und Weise. Braden Lamb zog von der blauen Linie ab, Holzmann nahm Bakala die Sicht und so fand der Puck den Weg ins Tor (25.). Die DEG verlor den Faden, erst in der 40. Minute hatte Spencer Machacek die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Mit einem fantastischem Reflex aber parierte Boutin den Schuss aus kurzer Distanz.

Der 32-Jährige blieb für die Düsseldorfer auch im Schlussabschnitt ein unüberwindbares Hindernis. Zudem wurden die Angriffe der DEG auch schwerfälliger. "Die Unterzahlspiele im Mittelabschnitt haben Kraft gekostet", sagte Verteidiger Marco Nowak. Hinzu kam ob des erfolglosen Anrennens ganz offenbar noch eine mentale Blockade. "Wir probieren alles, aber so langsam muss der Puck einfach mal wieder über die Linie rutschen", meinte Nowak. Sonst schlittert die DEG nicht nur in eine Ergebnis-Krise.

Mehr von Westdeutsche Zeitung