Das Wir-Gefühl von Oberkassel wurde an der Luegallee gefeiert

Das Wir-Gefühl von Oberkassel wurde an der Luegallee gefeiert

Werbegemeinschaft lud zum Fest am Barbarossaplatz.

Wenn Oberkassel feiert, dann richtig. Das zeigte sich jetzt beim Luegalleefest, wo jeder Anlieger, der etwas auf sich hält, dabei sein wollte. Nicht umsonst heißt die Werbegemeinschaft mit ihren 40 Mitgliedern „Wir in Oberkassel“. Sie richtete ein abwechslungsreiches Fest rund um den Barbarossaplatz aus. Hauptaktionsplätze lagen diesmal allerdings auch bei Gossens unweit vom Belsenplatz sowie der Firma Jokesch auf der Hansaallee.

Gossens feierte sein 50-Jähriges ganz groß. 400 Stammkunden hatten sich namentlich gemeldet, die mit Speis und Trank verwöhnt wurden. Aber auch die Laufkundschaft wurde bedient. Mit der größten Hupfburg am Ort, mit Food-Truck, Cocktails und Waffeln beging der jetzige Inhaber der Firma Jokesch, Sebastian Boss, das 40-jährige Bestehen des Unternehmens für Unterhaltungselektronik und Haustechnik.

Ein Neuling ist Stefan Schönert, der aus der Innenstadt auf seiner „Lieblingsmeile“ gelandet ist. Der einstige Philosophie-Student bietet alles für die Skihütte im Winter und die Strandhütte im Sommer an. Vis à vis liegt der neue „Wundervoll Store“ dreier Oberkasseler Familien. Diese Anlieger heuerten den Filialleiter Philipp Römeyk des aufgegebenen Kaiser’s Supermarkt an, damit er ihren ausgefallenen Laden betreut. Sogar Mohnöl aus einer „Düsseldorfer Ölmanufaktur“ gibt es dort, sowie eine Harley Davidson als Schau- und Kaufobjekt.

Oberkassel hat eine lebendige Gastroszene, und die mischte tüchtig mit beim Luegalleefest. Carissima, dieser kleine Italiener mit den Pizzen und Pastas, feierte sein 30-Jähriges vor der Tür. Das Feinschmeckerlokal Stappen kredenzte zu seinem Fünfjährigen Köstlichkeiten auf dem Barbarossaplatz. Auf der Brunnenseite schenkte Klaus Unterwainig vom Alten Bahnhof Gulasch Alt aus. Dort agierte auch Oliver Wilmering mit seinem Kasperle-Theater. Die Dominikanerstraße ist sowieso zum Fest für Autofahrer gesperrt und verwandelt sich dann in ein Open-Air-Restaurant.

Wenn jemand trotz aller Liebe zu Oberkassel seinen Standort aufgibt, wie etwa Renate Kaiser nach 35 Jahren, so aus Altersgründen. Die Nachrücker stehen bereit. Neu eröffnet hat „quootsch“, dessen Inhaber Christian und Rebekka Jakobs mit Popcorn und Eis vor die Tür und dann mit Accessoires von der Trinkflasche über den Kaffeepott zur Grillschürze in den Laden lockten.

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