Düsseldorf: Das sind die neuen Gastronomien der Stadt

Düsseldorf : Das sind die neuen Gastronomien der Stadt

Gastro-Experte Timo Beck stellt seine Favoriten unter den Neueröffnungen vor. Und die sind auf jeden Fall abwechslungsreich.

Düsseldorf. Die Gastro-Szene bleibt in Bewegung und versorgt Düsseldorf aktuell wieder mit vielen Neuheiten und Neueröffnungen. Ob Burger-Restaurant, Fine-Dining oder Smoothie-Bar - in jüngster Zeit haben mehr als 20 Lokale im Stadtgebiet neu eröffnet. Timo Beck, City-Manager des Online-Empfehlungsportals Yelp, betreut in der Landeshauptstadt die Community mit mehreren 100 aktiven Nutzern und weiß daher genau, welche Konzepte Potential und Lifestyle haben und welche sterneverdächtig sind.

Bei der Kaffeerösterei Schvarz können Gäste ihren Kaffee direkt in der Produktion genießen.

„Die Gäste, auch besonders die jungen Leute, legen mittlerweile großen Wert auf Produktqualität und sind bereit, dafür auch entsprechend mehr zu bezahlen“, berichtet Beck. Gleichzeitig sei das so genannte Health Food mit Chia und Quinoa-Produkten weiter auf dem Vormarsch und auch vegan oder vegetarische Kost sei gefragt. „Viele Neueröffnungen sind spannend und einen Besuch wert“, sagt er. Die folgenden Lokale sind eine Zusammenstellung, die Beck aufgrund vieler positiver Bewertungen empfiehlt:

Hector und Tilda, Klosterstraße 29: Das neue Lokal bietet neben gesunden und leckeren Smoothie auch Frühstück, Mittag und Kuchen an. „Passend zu Chia-Pudding, Quinoa-Buchweizen-Mix mit Avocado-Spinat-Sauce gibt es ein stylisches Ambiente mit sehr nettem Service“, berichtet Beck.

Pure Pastry, Carlsplatz: Der 27-Jährige Tim Tegtmeier ist Patissier des Jahres 2015 und bringt moderne Handwerkskunst und feinste Patisserie an den Düsseldorfer Wochenmarkt mit Marshmallows, Schokoladen-Guglhupf, Macarons und Pralinen.

Nenio, Klosterstraße 34: Zum neuen Fine-Dining-Konzept von Bastian Falkenroth (vormals im „U. Das Restaurant“) gehören 15 Plätze an der Theke, eine offene Küche und ein festes Menü in sieben Gängen für 130 Euro. „Das ist kreative, moderne und produktbezogene Spitzenküche mit einer fabelhaften Weinkarte“, urteilt Beck.

Bread & Roses, Gerresheimer Straße 12: Volker Drkosch, ehemaliger Sternekoch im Victorian, hat Sascha’s Rotisserie übernommen und ordentlich umgebaut. Michael Noack, ehemals Sommelier im Victorian, hat den Weinkeller bestens bestückt. Es gibt keine Vor- und Hauptspeisen, sondern einzelne Gerichte zwischen zehn und 20 Euro.

Schvarz, Ronsdorfer Straße 74: Die Geschäftspartner Arthur Fuchs und Erkan Karakaya, die bereits das griechische Restaurant Askitis betreiben, haben sich mit der Mikrorösterei Schvarz einen Traum erfüllt. Dort rösten sie Kaffee-Spezialitäten, die rund um den Globus nachhaltig angebaut werden. „Sie wollen die Kaffeekultur fördern und laden jeden Samstag zum Werksverkauf und zu einem Espresso in die Rösterei ein“, berichtet Beck.

Feuerstein´s Premium Burger, Helmholtzstraße 39: Der Burger-Boom findet kein Ende. Seit kurzem lockt die Kölner Burgerschmiede Feuerstein’s mit Kreationen wie ‘Barney´s Käsetraum‘ und ‘Die schwarze Wilma‘. Neben etlichen Burgern stehen auch Würstchen, Wraps, Salate und vier verschiedene Pommes-Beilagen auf der Karte.

Pastaria Cucina Italiana, Carlsplatz: Der Carlsplatz hat Zuwachs aus Italien bekommen. In der Pastaria bietet Toni Lauriello 40 verschiedene Sorten Pasta an, alle frisch und selbstgemacht. Dazu gibt es passende Saucen und eine feine Auswahl an Öl, Käse und Wein. Täglich gibt es fünf wechselnde Gerichte zum Verzehr vor Ort.“

Darüber hinaus gibt es auch Neues aus der Partyszene, wie Beck berichtet: „Unter der Theodor-Heuss-Brücke hat sich Daniel Frietschi nach drei Jahren zurückgemeldet.“ Sein neuer Club heißt Golzheim. Die Location sei mit mehr als fünf Meter hohen Räumen und Wänden aus Natur- und Rohsandstein schon sehr ungewöhnlich. Auf 160 Quadratmetern sollen neben elektronischen Partynächten auch Kulturveranstaltungen stattfinden.

Im ehemaligen Q-Stall eröffnete Walid El-Sheikh im April seine zweite Nightlife-Location. „Das schicke Ambiente im Stil der 60er Jahre hebt sich klar von der benachbarten Anaconda Lounge ab“, betont Beck. Die Gäste erwartet eine gelungene Mischung aus Bar und Entertainment mit hochwertigen Drinks. Sein drittes Projekt hat El Sheikh erst vergangene Woche an der Heinrich-Heine-Allee eröffnet: Die Bar Sir Walter direkt gegenüber vom Opernhaus.

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