Das ist neu auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt

Buden eröffnet : Das ist neu auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt

Schokolade aus Kamelmilch, ukrainischer Weihnachtsschmuck oder Eierlikör aus der Manufaktur werden ab sofort bei einigen Händlern angeboten.

Wer seinen Lieblings-Glühweinstand oder die Bratwurst seines Vertrauens sucht, kann ganz beruhigt sein. Da steht fast alles wieder auf seinem gewohnten Platz, nachdem die 220 Händler am Donnerstag ihre Buden in der Innenstadt eröffnet haben. Und was gibt es Neues? Die WZ machte sich auf die Suche nach Ausstellern, die erstmals auf dem Weihnachtsmarkt sind.

Auf dem Sternchen-Markt am Musikbrunnen bietet Martina Weyres eine besondere Rarität an: Schokolade aus Kamelmilch, vorzugsweise in Form von kleinen oder größeren Wüstenschiffen. „Die wird aus Dubai importiert,“ verrät sie und preist die Vorzüge des Naschwerks: „Sie hat nur halb so viel Fett wie normale Schokolade, außerdem viel Vitamine und Proteine. Das ist eigentlich Sportlernahrung“ Und tatsächlich schmeckt sie gar nicht nach Kamel. Die Leckerei gibt es ab 4,50 Euro bis zur Luxus-Ausgabe als goldiges Kamel. Da kosten 760 Gramm dann 39,95 Euro.

Martina Weyres ist erstmals mit ihrer Kamelmilch-Schokolade aus Dubai auf dem Weihnachtsmarkt am Musikbrunnen. Foto: Dieter Sieckmeyer

Von dem Weihnachtsschmuck lebt ein ganzes ukrainisches Dorf

Nebenan auf dem Engelchen-Markt vor dem Carsch-Haus freut sich Inga Haarmann auf die ersten Kunden. Der Stand mit dem kunterbunten Weihnachtsschmuck aus der Ukraine zieht auch sofort neugierige Besucher an. „Die Sachen kommen alle aus dem bekannten Malerdorf Petrykiwka“, sprudelt es aus ihr heraus. Dort haben sich Künstler und Holzschnitzer zusammengetan, um bunte Figuren oder Kugeln zu schaffen, in denen man sogar kleine Geschenke verstecken kann. Inga Haarmann: „Jedes Stück ist vom Künstler signiert. Das sind alles Unikate. Mittlerweile sind wir auf vielen europäischen Weihnachtsmärkten vertreten. Davon lebt praktisch das ganze Dorf.“

Absolut überzeugt von ihrem Produkt ist Virginia Pfau, die am Rathaus Eierlikör verkauft. Der heißt „Liebelei“ und kommt aus einer Berliner Manufaktur: „Der wird von der Familie selbst hergestellt. Bis zum vergangenen Jahr haben wir sogar die Etiketten selbst  aufgeklebt. Aber das wird jetzt zu viel.“ In vier Geschmacksrichtungen gibt es den 14-prozentigen Likör: Klassisch, Orange, Schokolade und Spekulatius. Alles aus Bio-Zutaten hergestellt. Die kleine Flasche kostet neun, die große 17 Euro. Aber Vorsicht, meint Virginia Pfau: „Da kann man schon mal schnell eine Flasche von wegtrinken.“

Ungehobelt heißt der Stand von Drechsler Andreas Milde am Rathaus. Aber keine Angst, der Mann ist sehr freundlich. Das ist nur der Name seiner Mitmach-Werkstatt, in der jeder das ganze Jahr lernen kann, wie man mit Holz arbeitet und was man alles daraus machen kann. Schalen, Taschen, Messer und vieles mehr hat Milde mit nach Düsseldorf gebracht und führt auch vor, was ein Drechsler so macht. Sein Prunkstück ist eine kleine Dose mit Deckel, in der man zum Beispiel Schmuck aufbewahren kann: „Die ist mit Birkenholz aus Kasachstan gemacht.“

Von dem ukrainischen Weihnachtsschmuck aus Petrykiwka lebt ein ganzes Malerdorf, erzählt Verkäuferin Inga Haarmann. Foto: Dieter Sieckmeyer

Der Glühweinstand von Liane Teichmann im Pavillon am Carsch-Haus ist war nicht neu, aber sie bemüht sich um Abwechslung für ihre Stammgäste. Diesmal serviert sie erstmals ihren „Heißherbst“, einen Glühwein aus Rosé. „Den haben wir im Sommer probiert, der hat schon kalt großartig geschmeckt“, erzählt Liane Teichmann, „da haben wir uns sofort entschieden, dass wir den mitnehmen.“ Ein Glas „Heißherbst“ kostet übrigens 4,50 Euro.

Premiere hat in diesem Jahr die Pasta in Parmesan, die auf dem Stand von Robert Malfertheiner am Sternchen-Markt immer frisch zubereitet wird. In vier verschiedenen Variationen, auch mit Garnelen oder Hühnchen. Eine Portion gibt es ab sieben Euro.

Geöffnet ist der Weihnachtsmarkt sonntags bis donnerstags von 11 bis 20 Uhr, freitags und samstags bis 21 Uhr. Am 24. November ist er geschlossen.

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