Das ist neu am Düsseldorfer Open-Air-Kino am Rhein

Open-Air-Kino : Open-Air-Kino bekommt breitere Sitze

Der Veranstalter D. Live will in seinem zweiten Jahr mit mehr Komfort punkten. Auch beim Beach-Club gibt es Neuerungen. Und: Das Programm steht jetzt fest.

Bald erhebt sich wieder die größte hydraulische Kinoleinwand der Welt in der Dämmerung vor der Rheinkulisse – und das dürften die Düsseldorfer aus einer etwas angenehmeren Position als sonst erleben: Das Alltours-Open-Air-Kino am Robert-Lehr-Ufer hat nach eigener Aussage auf die immer wiederkehrende Kritik einiger Zuschauer reagiert. Die Sitze sollen breiter werden, deshalb wird sich die Aufteilung der Sitzfläche vor der Leinwand etwas verändern. Bei einer Pressekonferenz am Mittwochvormittag wurde außerdem das Kinoprogramm vorgestellt – und es geht am 25. Juli mit einem sehr heimatverbundenen Film los.

Die vier Kino-Wochen beginnen dieses Jahr eine Woche später als sonst. „Die Begrenzung nach hinten heraus ist für uns immer die Messe Caravan Salon, denn dann wird das Rheinufer komplett zum Camping-Stellplatz“, sagt Daniela Stork von D. Live. Die Stadttochter organisiert in diesem Jahr zum zweiten Mal das Open-Air-Kino. „Und wir versuchen immer, so spät wie möglich im Jahr zu starten, damit es schon möglichst früh dämmert.“ Denn erst bei Einbruch der Dunkelheit beginnen die Filmvorführungen.

Zur Vorführung von „Der Vorname“ am 3. August hat auch Regisseur Sönke Wortmann sein Kommen angekündigt – und er bringt einen Schauspieler mit. Foto: dpa/-

Der Zuschauerraum

Ab Montag wird aufgebaut: Und es wird eine neue Tribüne geben. Deshalb sind nicht wie bisher zwei Lounges geplant, sondern nur eine am höchsten Punkt der Sitzreihen, für VIP-Ticket-Inhaber und Firmenveranstaltungen. Auf der Tribüne wird es breitere Sitze geben und auch durchgehende und höhere Rückenlehnen – besonders bequem waren die alten Sitze nicht, deshalb dürfte diese Neuerung einige Besucher erfreuen. Die Sitze sind außerdem klappbar, was ein leichteres Durchgehen in den Reihen ermöglichen soll. Wie bisher soll es auch mit neuer Aufteilung 1800 Sitzplätze geben.

Das gastronomische Angebot ist erweitert worden und befindet sich mit Blick auf die Leinwand rechts. Außerdem soll es jetzt einen direkten Zugang vom Kino zum Beachclub geben.

Das Programm

Welche Filme wann gezeigt werden, ist seit Mittwochmittag auch öffentlich: Den Auftakt macht am Donnerstag, 25. Juli, der Film Weil du nur einmal lebst – Die Toten Hosen auf Tour über die Düsseldorfer Band. „Wir haben wieder einige Musikfilme im Programm, unter anderem den Mitsing-Abend mit Mamma Mia (27. Juli). Der gehört mittlerweile einfach dazu“, sagt Sven Kukulies, der langjährige Leiter des Kinos. Musikalisch sind auch Rocketman (2. August), Bohemian Rhapsody (10. August) und A Star Is Born (15. August).

Im Programm sind auch einige deutsche Filme, wie die Vorpremiere zu Leberkäsjunkie (29. Juli), die Geschichte von Hape Kerkeling in Der Junge muss an die frische Luft (1. August), Der Vorname (3. August), 100 Dinge (7. August) oder 25 km/h (16. August). Bei Michael Bully Herbigs Film Ballon (31.7.) werden die Darsteller Friedrich Mücke und Ronald Kukulies zu einem Vorab-Gespräch kommen – letzterer ist der Bruder von Kino-Leiter Sven Kukulies.

Der Vorname am 3. August wird im Rahmen der WZ Special Night gezeigt. Dazu hat bereits der Regisseur Sönke Wortmann sein Kommen angekündigt, er will auch einen der Schauspieler aus dem Film mitbringen, ob das dann Christoph Maria Herbst, oder Justus von Dohnányi sein wird, ist noch nicht sicher. Fest steht nur, dass Florian David Fitz nicht kommen kann, so Kukulies, der sei den Sommer über mit Dreharbeiten beschäftigt.

Blockbuster erwarten die Zuschauer mit Men in Black: International (26. Juli), Long Shot (12. August) oder Aladdin (24. August). Es gibt aber auch anspruchsvolle kleinere Produktionen: Etwa das Bio-Pic Tolkien (28. Juli), Mackie Messer – der Dreigroschenfilm (11. August) oder die Vorpremiere zu Fisherman’s Friends (6. August). Hier hatte der Original-Chor, dessen außergewöhnliche Geschichte als Vorlage zum Film diente, eigentlich das Kino besuchen wollen – nun musste die ganze Tour abgesagt werden, sodass auch der Auftritt am Düsseldorfer Rheinufer entfällt. Am 22. August wird im Rahmen der Tele-5-Reihe „Die schlechtesten Filme aller Zeiten“ Plan 9 aus dem Weltall gezeigt. Die Moderatoren der Reihe, Oliver Kalkofe und Peter Rütten, kommen persönlich.

Der Beach-Club

Der Beach-Club unterhalb der Kinoleinwand wird bereits am 11. Juli eröffnet und von den Stadtwerken unterstützt. An insgesamt sieben Donnerstagen gibt es dann Afterwork-Partys, unter anderem mit der Band Fresh Music Live, außerdem spezielle Wasser-Cocktails – passend zu den Stadtwerken eben. Sobald das Kino-Programm am 25. Juli dazukommt, muss der Club ab etwa 21.15 Uhr für die Filmvorführung geschlossen werden. Musikalisch geht es aber auch mal in die 90er Jahre oder zum Reggaeton. Aktuelle Infos gibt es immer auf der Facebook-Seite des Beach-Clubs „Summer Open Air Festival @ Beachclub Düsseldorf“. Den Beach-Club betreibt D. Live zum ersten Mal selber.

Tickets

Tickets können seit Mittwoch um 12 Uhr über die Webseite des Alltours-Open-Air-Kinos bestellt werden oder bei Westticket. Die Ticket-Preise sind nicht erhöht worden und kosten in den regulären Kategorien 11 bis 16 Euro, VIP-Tickets starten ab 76 Euro. Bis zum 21. Juli gibt es einen Frühbucher-Rabatt. Einen Rabatt für Kinder bis 12 Jahre gibt es nur bei der Vorführung des Films „Aladdin“ am 24. August. Jugendliche unter 16 Jahren dürfen übrigens nur bis 22 Uhr Kinovorstellungen besuchen – da die Filme dämmerungsbedingt zwischen 22 Uhr am Anfang der vier Kino-Wochen und 21.10 Uhr am Ende beginnen, müssten sie von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden.

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