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Düsseldorf: Das hilft gegen Einbrecher

Düsseldorf : Das hilft gegen Einbrecher

Mit der dämmrigen Winterzeit startet auch die Hochsaison für die Täter. Die WZ gibt einen Überblick, was schützt und wie viel es kostet.

Düsseldorf. Die Zahl der Einbrüche ist in diesem Jahr stark gestiegen — und mit dem Start in die dunkle Jahreszeit wächst das Risiko noch mal. Im Schutz der langen Dämmerung schlagen die Täter gern zu. Für die WZ erklärt Peter Werkmüller von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle genau, wer inwieweit gefährdet ist — und wie sinnvoller Schutz geht.

„Die meisten Einbrüche in Einfamilienhäusern haben wir durch Fenster an der Seite oder Rückseite“, erklärt der Fachmann. „In Mehrfamilienhäusern kommen die Täter im Erdgeschoss meist durch rückwärtige Fenster oder ganz oben durch die Wohnungstür.“ Das Dachgeschoss sei beliebtes Ziel, weil von oben keine Nachbarn überraschend die Treppe herunterkommen können. „Wir erleben auch immer mal wieder, dass Einbrecher am Regenrohr in die erste Etage klettern.“ Aber in der Regel wird im Mehrparteienhaus die Wohnungstür angegangen. Werkmüller: „Für die Täter ist es leider sehr leicht, ins Haus zu gelangen.“ Irgendjemand drücke eben doch meistens auf.

Zusatzschlösser: Abschließbare Fenstergriffe bezeichnet Peter Werkmüller als „Kindersicherung“. Es müssten dann schon am Fensterrahmen angebrachte Schlösser sein. Kostenpunkt pro Fenster: 180 bis 220 Euro.

Einbruchhemmende Beschläge: Die Stahlbeschläge rund um Fenster oder Terrassentür verhindern das Aufhebeln. Am Fenster kostet die Nachrüstung 250 bis 300 Euro, für Türen bis zu 400 Euro.

Querriegel: „Eine gute Türsicherung mit unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis“, sagt Werkmüller — 430 Euro inklusive Montage. In 37 Jahren bei der Polizei habe er nur zwei Fälle erlebt, bei denen ein Riegel geknackt wurde — weil er schlecht angebracht war. Für Mieter: Am besten schriftlich mit dem Vermieter vereinbaren, was beim Auszug mit dem Riegel passiert.

Einbruchhemmende Tür: Für Einfamilienhäuser bieten sich solche DIN-geprüften Türen mit Hakenschwenkriegeln und speziellem Rahmen an. Sie kosten aber zwischen 2000 und 3000 Euro — „kein geringes Sümmchen“, gibt Werkmüller zu.

Alarmanlage: Sie ist laut dem Experten eine mögliche Ergänzung, aber nie Ersatz für mechanische Sicherungen. Schließlich meldet sie erst, wenn der Einbruch passiert ist.

Rollläden: „Sie sind ein Sichtschutz — nicht mehr und nicht weniger“, sagt Werkmüller.

Beleuchtung: Licht kann genutzt werden, um Anwesenheit vorzutäuschen — mit einer Zeitschaltuhr. Wichtig: Es muss in einem Zimmer sein, dass der Täter nicht einsehen kann.