Das EVK braucht mehr Platz für mehr Komfort

Das EVK braucht mehr Platz für mehr Komfort

Klinikerweiterung: Die Politik begrüßt den Neubau, will aber erst das Baurecht geben, wenn auch die Anwohner informiert worden sind.

Düsseldorf. Das Evangelische Krankenhaus (EVK) an der Kirchfeldstraße will den Komfort bei der Patientenversorgung erhöhen, weitere Leistungen anbieten und braucht zudem schlichtweg mehr Platz. Deshalb stellte die Klinik jetzt in der Bezirksvertretung 3 (u.a. Unterbilk, Bilk) die Bauvoranfrage, um - wie berichtet - auf dem eigenen Gelände einen Erweiterungsbau zu errichten.

Düsseldorf. Die Bezirkspolitiker begrüßen die Pläne grundsätzlich. Dennoch vertagten sie den Beschluss. Sie möchten, dass das Krankenhaus zuvor die Anwohner im dicht bebauten Viertel informiert. Nach der Bürgerinformation, die im Mai stattfinden soll, geht das Projekt zurück in die Politik. Hintergrund: Als das Martinus-Krankenhaus an der Gladbacher Straße seine Erweiterung plante, hatte es Proteste gegeben. Politiker wie Nachbarn fühlten sich nicht ausreichend informiert und Anwohner protestierten gegen die geplanten Baumfällungen.

Zur EVK-Planung: Das heutige Verwaltungshaus an der Flora-/Ecke Kirchfeldstraße soll abgerissen werden. Hier wird dann neu gebaut für die Strahlentherapie, das medizinische Versorgungszentrum mit onkologischer Gemeinschaftspraxis. Platz wird es für ein ambulantes OP-Zentrum geben sowie für zwei Bettenstationen. "Wir planen hier auch eine kleinere Komfortstation", sagt Klaus Peter Taschner, EVK-Verwaltungsdirektor. Diese kann man sich wie eine Privatklinik vorstellen, mit besonderer Ausstattung und mehr Service.

Im neuen Haus könnte aber auch die Notfallpraxis (NFP) der niedergelassenen Düsseldorfer Ärzte neue Räume finden. Heute teilen sich EVK-Ärzte und Notfallpraxis die Räume an der Kronenstraße. Dass es dabei zu Konflikten gekommen sei, bestätigt Taschner nicht. Allerdings betont er, dass die Doppelnutzung nicht glücklich sei. "Das EVK braucht den Bereich zeitlich länger", sagt er. Hier finden beispielsweise Arzt-Patienten-Gespräche vor oder nach einem stationären Aufenthalt statt.

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