Das Drehkreuz Flughafen soll wachsen

Das Drehkreuz Flughafen soll wachsen

Wirtschaft benötigt neue internationale Anbindungen.

Düsseldorf. In den letzten fünf Jahren hat der Flughafen jährlich eine Million Passagiere mehr gezählt. Dieses Jahr wird die Schallmauer von 20 Millionen Fluggästen geknackt. Aber wie geht es mit dem Airport weiter? Gleich mehrere Industrie- und Handelskammern (IHK) in NRW fragen sich das und luden am Mittwoch zur zweiten Luftfahrtkonferenz. „Die Verkehrsträger sind entscheidend für die Wirtschaft und den Wohlstand unserer Region“, fasste Düsseldorfs IHK-Geschäftsführer Udo Siepmann zusammen.

In der mit Zahlen und Daten gespickten Veranstaltung destillierten sich am Ende folgende Positionen:

Die Urlaubsflüge in Küstenregionen bringen nur geringes Wachstum. Entscheidend für die Wirtschaft sind Langstreckenflüge zu anderen Kontinenten. 14 gibt es ab Düsseldorf derzeit durchschnittlich jeden Tag. Für die Lufthansa avisierte Oliver Wagner, zuständig für das Drehkreuz Düsseldorf, fürs nächste Jahr zwei neue Langstrecken-Jets, die hier stationiert werden. Weitere Maschinen sollen folgen.

Vor allem die Verbindungen nach Fernost sollen ausgebaut werden. Tokio, Shanghai, Hongkong, Delhi und Mumbai stehen auf der strategischen Wunschliste ganz oben. Dass diese Ziele in den Augen der IHK auf den Flugplan in Düsseldorf gehören, hat mit der Entwicklung der Weltwirtschaft zu tun: Asien — aber auch Länder wie Brasilien — wachsen in enormen Dimensionen, während Europas Bedeutung abnimmt.

Der Flughafen hat bereits rund 200 Millionen Euro in den Umbau zum Drehkreuz investiert. Mehr als 100 Millionen Euro folgen, u.a. für einen Verbindungsgang zwischen den Terminals A und B. Und: Mittelfristig soll auch eine neue Genehmigung beantragt werden. Heute sind bis zu 45 Flüge pro Stunde erlaubt, technisch machbar sind 55 bis 60. Blume: „Dazu gibt es noch keinen Beschluss der Flughafen-Gesellschafter.“

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