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Das Chaos am Dome hat ein Nachspiel

Das Chaos am Dome hat ein Nachspiel

Hunderte Besucher parkten auf einem gesperrten Brachgelände. Das Ordnungsamt kündigt Konsequenzen an.

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p class="text"><strong>Düsseldorf. Die missglückte Organisation beim Pearl Jam-Konzert im Rather Dome vorige Woche schlägt immer noch hohe Wellen. Sowohl im WZ-Leserforum, als auch auf der offiziellen Pearl Jam-Seite schimpfen die Besucher über die chaotischen Verhältnisse. Wie die WZ berichtete, gab es Probleme beim Einlass und infolgedessen lange Schlangen. Derweil spielten sich auf einem benachbarten Brachgrundstück gefährliche Szenen ab, wie Konzertbesucherin Petra Vesper berichtet: "Weil die Leute nicht wussten, wo sie parken können, hat offenbar jemand den Bauzaun eines Brachgeländes aufgemacht. Ich habe gesehen, wie die Ersten auf das Grundstück gefahren sind. Dann sind andere direkt hinterher."

Die Feuerwehr baute Flutlicht auf, um das Gelände abzusichern

Die Polizei bestätigt, dass rund 200 Konzertbesucher ihre Autos auf dem Mannesmann-Sanierungsgelände abgestellt haben - und sich damit in Gefahr brachten. Denn das Gelände ist nicht gesichert. "Da waren Löcher, in denen ganze Autos hätten verschwinden können", sagt Vesper. Von großen Steinbrocken und offenen Moniereisen berichtet eine andere Konzertbesucherin (Name der Redaktion bekannt), die ebenfalls dort geparkt hatte. "Ich wusste ja nicht, dass das kein offizieller Parkplatz ist. Erst als wir aus dem Auto raus sind, haben wir gemerkt, was los ist. Ganz vorsichtig sind wir in der Dämmerung Richtung Dome gestolpert. Das war lebensgefährlich."

Das sahen auch Stadt und Polizei so. Rund 50 Einsatzkräften eilten herbei und sorgten dafür, dass die Besucher nach dem Konzert zumindest wieder gefahrlos abreisen konnten. "Mit großen Flutlichtmasten hat die Feuerwehr das Gelände ausgeleuchtet", erklärt Polizeisprecher André Hartwich. Nur in kleinen Gruppen durften die Fahrer zu ihren Autos.

"Einen Vorwurf kann man eigentlich niemandem machen", meint Hartwich. "Baustellenzäune lassen sich nun mal einfach verschieben - und wenn einer auf das Areal fährt, fahren alle anderen hinterher." Für Ordnungsamtsleiter Michael Zimmermann ist das Thema damit nicht erledigt, er kündigt Konsequenzen an: "Diese Sache bedarf der Nacharbeit. Wir werden Gespräche führen, auch mit dem Grundstückseigentümer, damit so eine Situation nicht noch einmal entsteht."

Für Petra Vesper indes steht nach dem ganzen Chaos fest: "Nie wieder Dome!"