Bildung in Düsseldorf Fünftklässler tun sich schwerer mit Lesen, Schreiben und Rechnen

Düsseldorf · Schwächen gibt es im Lesen, Schreiben und Rechnen. Die Pandemie ist eine der Ursachen – aber längst nicht die einzige.

Test an der Georg-Schulhoff-Realschule zur Einordnung der  Rechtschreib-Fähigkeiten (v.l.): Benjamin (11), Damian (11), Stephanie Fischer-Marek (Deutsch-Fachschaftsvorsitzende), Kristina Mandalka, Clarissa (11) und Lana (11).

Test an der Georg-Schulhoff-Realschule zur Einordnung der  Rechtschreib-Fähigkeiten (v.l.): Benjamin (11), Damian (11), Stephanie Fischer-Marek (Deutsch-Fachschaftsvorsitzende), Kristina Mandalka, Clarissa (11) und Lana (11).

Foto: Anne Orthen (orth)

Die fast dreijährige Pandemie hat sich negativ auf die Kompetenzen vieler Düsseldorfer Grundschüler ausgewirkt. „Wir stellen fest, dass die Fähigkeiten im Lesen, bei der Rechtschreibung und in Mathematik nachgelassen haben“, sagt Kristina Mandalka, Leiterin der Georg-Schulhoff-Realschule in Vennhausen. Dies sei nicht nur eine Frage des Empfindens, sondern lasse sich durchaus mit Daten belegen. Als Beispiel nennt die Pädagogin die Ergebnisse des Diagnostischen Rechtschreibtests (DRT), den die Fünftklässler an ihrer Schule seit rund zehn Jahren absolvieren. „Wenn man es in einem Notenschnitt ausdrücken will, lag das Ergebnis früher häufig bei 2,7 oder 2,8 – inzwischen geht das eher in Richtung 3,4 oder 3,6“, sagt Mandalka. „Die Lücken, die die Lockdowns und der Distanz-Unterricht gerissen haben, konnten noch nicht vollständig aufgeholt werden“, meint die Lehrerin. Inzwischen liege der Anteil derer, die den Test überdurchschnittlich gut meisterten, bei etwa 20 Prozent, gefolgt von einem breit gefächerten Mittelfeld, zwischen zehn und 15 Prozent blieben sogar unterhalb den Mindeststandards.