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Coronavirus: Wie sich die Düsseldorfer bei Sonne an die Regeln halten

Rundgang Düsseldorf : Isolation im Duett: Wie vernünftig sind die Düsseldorfer?

Samstag, Sonne, 15 Grad: Wie es in Zeiten des Coronavirus an beliebten Düsseldorfer Hot-Spots zuging.

Die Regeln sind klar. Wer kann, soll zu Hause bleiben. Allein oder zu zweit spazieren gehen ist aber natürlich okay, wenn mindestens zwei Meter Abstand gehalten werden. Das wurde auch von Polizei und Ordnungsamt am Wochenende kontrolliert. Die WZ hat sich am sonnigen Samstag dort umgesehen, wo viele Düsseldorfer normalerweise ihre Freizeit verbringen: in der City, am Schloss Benrath, im Rheinpark und in Kaiserswerth. Die meisten hielten sich nach Angaben der Polizei an das Kontaktverbot. Man habe jedoch auch Ordnungsgelder verhängen müssen, wenn Ausflügler uneinsichtg waren. Die genaue Zahl steht aber noch nicht fest.


Innenstadt: Samstagsvormittags ein Parkplatz an der ? Normalerweise wie ein Lottogewinn. In Zeiten von Corona hat man die freie Wahl, nur wenige Passanten laufen an den geschlossenen Geschäften vorbei. Die Straßen in der Altstadt sind leer, die Bolkerstraße wird zur Jogging-Strecke. Wer unterwegs ist, hält Abstand.

Fast ausgestorben wirkte die Partymeile Bolkerstraße. Normalerweise wäre hier an einem sonnigen Samstag die Hölle los gewesen. Foto: Sieckmeyer/Dieter Sieckmeyer

Ein bisschen anders sieht es da schon auf dem Carlsplatz aus, wo jede Menge Leute unterwegs sind. Die Händler haben wie vorgeschrieben mit Klebeband „Abstandszonen“ geschaffen. „Das funktioniert schon viel besser als letzte Woche“, stellt Carlsplatz-Geschäftsführer Heiner Röckrath fest, der aber trotzdem alle Hände voll zu tun hat, um schwarze Schafe aufzuspüren, die sich nicht an die Bestimmungen halten. Manche Kunden der Imbissstände haben offenbar nicht begriffen, dass sie ihr Fischbrötchen oder ihren Döner nur in 50 Meter Entfernung vom Stand essen dürfen. Viele sitzen auf der geschlossenen Terrasse des Italieners. Immerhin mit Abstand. Marktleitung und Händler sind sehr bemüht. Beim Verhalten der Carlsplatz-Besucher gibt es allerdings Luft nach oben. 

Vorbildlich sah es im Benrather Schlosspark aus. Womöglich lag das daran, dass hier ein Polizeiwagen patroullierte. Foto: Dieter Sieckmeyer si/Dieter Sieckmeyer

Schloss Benrath: Das Schloss mit seiner wunderbaren Parkanklage ist im Frühling der absolute Hotspot. Tatsächlich stehen hier viele Pflanzen schon in voller Blüte. Das genießen aber deutlich weniger Ausflügler als sonst. Viele sitzen im Sonnenschein auf der Schlosstreppe. Alle brav zu zweit und mit Sicherheitsabstand. Im Park patroulliert ein Streifenwagen, der langsam über die Spazierwege rollt. Hier ist ganz klar alles unter Kontrolle.

Ein paar Passanten setzen sich einfach in den gesperrten Bereich des Brauereiausschanks am Klemensplatz in Kaiserswerth. Foto: Sieckmeyer/Dieter Sieckmeyer

Rheinpark: Normalerweise ist der Rheinpark bei schönem Wetter voll mit Hobby-Fußballern und Grill-Fans. Das ist in Zeiten von Corona natürlich verboten und man hält sich daran. Vielleicht auch, weil bei Verstößen empfindliche Strafen drohen. Auf der Wiese gibt es reichlich Platz. Wer dort ein Sonnenbad nimmt, hält jede Menge Abstand. Hier gibt es nichts zu beanstanden.

Kaiserswerth: Dafür, dass man eigentlich zu Hause bleiben soll, ist in Kaiserswerth ziemlich viel los. Und nicht alle verhalten sich diszipliniert. Die Stühle und Tische auf dem Klemensplatz sind eigentlich mit Klebeband abgesperrt und sollen nicht benutzt werden. Trotzdem sitzen daran immer wieder Passanten, so als ob es selbstverständlich wäre. Die stehen auch nicht auf, als ein Polizeiwagen langsam am Klemensplatz vorbei fährt. Der hält aber nicht an. Vielleicht schauen Ordnungsamt und Polizei am nächsten Wochenende noch einmal in Kaiserswerth vorbei.