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Coronaschuztmaßnahmen: Ordnungsdienst schließt Lokal im Düsseldorfer Hafen

Ordnungsdienst schließt Lokal im Hafen : Feiern hinter zugezogenen Vorhängen

Im Medienhafen und in der Altstadt mussten Ordnungsdienst und Polizei in der Nacht zum Sonntag eingreifen: Lokal geschlossen, Straßen und Freitreppe geräumt.

­In einem Lokal im Medienhafen hat der Ordnungs- und Sicherheitsdienst (OSD) zahlreiche Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung festgestellt und das Lokal versiegelt. In der Nacht zum Samstag kontrollierte der OSD einen Gastronomiebetrieb im Medienhafen, der in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgrund von Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung aufgefallen war. Zunächst beobachteten die Ordnungshüter  in Zivil von außen das Geschehen im Lokal. Kurz nach Mitternacht waren viele Fenster vom Eingangsbereich abgeklebt und die Vorhänge von der Terrassenseite aus zugezogen worden. Nach außen drang laute House-Musik. Zudem beobachtete der OSD, dass sich im Thekenbereich viele Gäste aufhielten und vor einem DJ-Pult getanzt wurde.

Gegen 2.30 Uhr betraten die OSD-Miarbeiter das Ladenlokal und dokumentierten die Situation per Video. Insgesamt hielten sich dort rund 80 Personen auf. Die Personalien des Betriebsleiters wurden aufgenommen, ihm wird ein Verstoß gegen die Coronaschutzverordnung vorgeworfen. Der Beschuldigte bestritt, dass die Gäste getanzt hätten. Es existiere auch keine Tanzfläche. Er betreibe keine Disko, und Bars hätten wieder öffnen dürfen.

Bei der weiteren Überprüfung stellten die Einsatzkräfte fest, dass weder eine Raumskizze vorgelegt werden konnte noch die Sitzpflicht in der Lokalität eingehalten wurde. Einige Kunden waren nicht in der Gäste-Liste verzeichnet. Gäste wurden an der Theke bedient, obwohl zusätzliche Barrieren wie Plexiglas nicht existierten. Auch eine ordnungsgemäße Reinigung der Tische konnte nicht mehr gewährleistet werden.

Ordnungsamtsdezernent Christian Zaun wirft dem Betreiber „ein fatales Zeichen der Sorglosigkeit“ vor. Es gehe nicht darum, Gastronomen und deren Gäste zu gängeln, „sondern darum, eine Ausbreitung des Virus weiter zu verhindern, damit es nicht wieder zu einem weiteren Lockdown kommt, der letztendlich auch denen schadet, die sich an die Regeln halten“, sagte Zaun.

Weitere Einsätze in der Altstadt und am Burgplatz

Auch die Altstadt stand am Samstagabend im Fokus der OSD-Kontrollen. Eine OSD-Streife meldete aus der Altstadt, dass sich vor einem Bierlokal auf der Kurze Straße circa 200 Personen tummelten, die sich an keinerlei Abstandregeln hielten. Mit Hilfe der Polizei wurde die Kurze Straße geräumt. Da die Polizei feststellte, dass sich auf der Freitreppe am Burgplatz mittlerweile ein ähnliches Bild ergeben hatte, wurde diese ebenfalls geräumt.

(Red)