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Corona in Düsseldorf: Unterbacher See macht Minusgeschäft

Corona in Düsseldorf : Minusgeschäft am Unterbacher See

Weil der Betrieb wegen Corona verspätet losging, gab es weniger Besucher am See. Jetzt fehlt dem Betreiber Geld in der Kasse.

Der Unterbacher See gehört zu einem der beliebtesten naturnahen Naherholungsgebiete. Seit Corona mehr denn je. Trotzdem lief die Saison 2020 nicht so gut wie die der Vorjahre. Den Verbandsvertretern der Städte Düsseldorf, Erkrath und Hilden musste Zweckverbands-Geschäftsführer Peter von Rappard schlechte Nachrichten übermitteln. Wirtschaftsprüferin Caroline Meier attestierte zwar im gesamten Umfang gesetzes- und verordnungstreues Vorgehen des Unterbacher See-Betreibers, doch wegen der Pandemie konnten die Zahlen mit den Vorjahresergebnissen nicht Schritt halten. Der Prüfbericht weist für das vergangene Geschäftsjahr einen Fehlbetrag von 338 000 Euro aus. „Coronabedingt konnten wir etwa die Strandbäder erst 30 Tage später als geplant öffnen“, erläutert von Rappard. „Das hat die Besucherzahlen der Strandbäder auf 127 000 gedrückt, nach 138 000 im Vorjahr.“

Auch in anderen Bereichen des Wirtschaftsunternehmens Unterbacher See waren die Zahlen pandemiebedingt rückläufig. So sank der Ertrag der Segelschule von 296 000 Euro auf 269 000 Euro. „Dass es aber immer noch so wenig ist, haben wir dem unglaublichen Einsatz der Segellehrer zu verdanken“, so von Rappard. „Sie haben ein kleines Fernsehstudio aufgebaut und den den Theorieunterricht komplett ins Internet verlegt. Das hat extrem geholfen.“ Auch für die Saison 2021 rechnet von Rappard mit roten Zahlen. „2021 konnten wir wegen der zunächst hohen Inzidenz erst am 6. Juni die Tore der Strandbäder öffnen“, sagt der Geschäftsführer. „Dennoch bleiben unsere sozialverträglichen Eintrittspreise stabil. Wir werden keine Eintrittsgelder erhöhen.“

Laut einer Studie halten sich pro Jahr zwei Millionen Menschen rund um den Unterbacher See auf. Schwimmen am Nord- und Südstrand, Essen und Trinken in der Gastronomie, durch den Hochseilgarten hangeln, Minigolf spielen, Segeln lernen, mit dem Tretboot über das Wasser schippern, Grillpartys feiern, die Campingplätze besuchen oder einfach einen langen Spaziergang durch das Naturschutzgebiet machen – bis auf den Spaziergang war im Frühjahr dieses Jahres erstmal nichts möglich in Unterbach. Weitere Infos zum Unterbacher See gibt es auf der Webseite

www.unterbachersee.de