1. NRW
  2. Düsseldorf

Corona in Düsseldorf: Das müssen Sie zur verschärften Maskenpflicht wissen

OP, FFP oder P95? : Das bedeuten die neuen Masken-Regeln für Düsseldorf

Die verschärfte Maskenpflicht wirft bei den Menschen in der Region viele Fragen auf. Was sind medizinische Masken überhaupt? Wo müssen sie getragen werden und wo nicht? Und ab wann gilt die Verordnung?

Bus und Bahn fahren oder Einkaufen gehen: Das soll künftig nur noch mit einer medizinischen Maske, also einer OP-Maske, oder aber mit den noch besser schützenden FFP2-Masken oder Produkten vergleichbaren Standards erlaubt sein - so haben es Bund und Länder beschlossen. Diese Regelung in NRW - und damit auch in Düsseldorf - wird laut neuer Corona-Schutzverordnung ab dem 25. Januar gelten. Wir geben Antworten auf die drängendsten Fragen:

Was sind medizinische Masken und wo gibt es sie?

  • Sie werden vereinfacht OP-Masken genannt und kommen normalerweise in Krankenhäusern und Arztpraxen zum Einsatz.
  • Die OP-Masken gibt es oft im Paket - hier lohnt der Preisvergleich. Manchmal kosten 50 Stück 20 Euro, woanders gibt es die gleiche Menge für 50 Euro.
  • Die Masken gibt es online, in Drogerien und Apotheken, aber unter anderem auch in manchen Supermärkten.
  • Der Eigenschutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist bei den Masken begrenzt, wird aber besser, je enger die Maske anliegt.
  • Es sind Einwegprodukte, die man regelmäßig wechseln und nach der Verwendung entsorgen sollte. Spätestens, wenn sie durchfeuchtet sind.

Wo genau müssen jetzt medizinische Masken getragen werden?

  • In allen öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus, Bahn, Straßenbahn etc.
  • In allen Geschäften,Supermärkten, bei Gottesdiensten und in Arztpraxen
  • Generell wird in Situationen, in denen ein engerer oder längerer Kontakt zu anderen Personen, insbesondere in geschlossenen Räumen unvermeidbar ist, die Nutzung medizinischer Masken angeraten. Wo man keine OP- oder FFP2-Maske tragen muss, gelten laut Corona-Schutzverordnung weitgehend die bisherigen Regeln für normale Alltagsmasken. Die muss man zum Beispiel weiter auf Spielplätzen, im Umfeld von Geschäften oder auf Märkten tragen.
 Das ist eine OP-Maske oder umgangssprachlich auch Einwegmaske genannt.
Das ist eine OP-Maske oder umgangssprachlich auch Einwegmaske genannt. Foto: dpa/Robert Michael

Gibt es Ausnahmen für Kinder?

  • Ja, in der NRW-Corona-Schutzverordnung heißt es: „Soweit Kinder unter 14 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen“. Wo man keine OP- oder FFP2-Maske tragen muss, gelten weitgehend die bisherigen Regeln für normale Alltagsmasken. Die muss man zum Beispiel weiter auf Spielplätzen, im Umfeld von Geschäften oder auf Märkten getragen werden.

Haben diese dünnen Masken wirklich Vorteile gegenüber Alltagsmasken?

  • Ja - und das liegt an ihrer Struktur. Die Masken bestehen aus nicht-gewebten Stoffen und haben in der Regel nicht so große Poren wie beispielsweise Stoffmasken. Daher filtern sie deutlich mehr Corona-relevante Partikel aus der Atemluft.

Haben diese dünnen Masken wirklich Vorteile gegenüber Alltagsmasken?

  • Ja - und das liegt an ihrer Struktur. Die Masken bestehen aus nicht-gewebten Stoffen und haben in der Regel nicht so große Poren wie beispielsweise Stoffmasken. Daher filtern sie deutlich mehr Corona-relevante Partikel aus der Atemluft.

Was sind FFP2-Masken und wo gibt es sie?

  • FFP2-Masken kommen aus dem Arbeitsschutz. Arbeiter schützen sie davor, Staub oder andere giftige Stoffe einzuatmen.
  • FFP-Masken werden in drei Kategorien eingeteilt, abhängig von ihrer Filterleistung. Die allgegenwärtigen FFP2-Masken müssen mindestens 94 Prozent der Testaerosole abfangen.
  • Sie schützen nicht nur andere Menschen, sondern bieten auch für den Träger einen sehr guten, aber keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung.
  • Der Stückpreis liegt je nach Anbieter zwischen 3 und 7 Euro.
  • FFP2-Masken können herstellerseitig mit dem Buchstaben „R“ als wiederverwendbar gekennzeichnet sein und lassen sich dann durchaus für mehrere Tage jeweils kurzzeitg nutzen, also etwa beim Einkaufen - sofern sie weiter intakt sind und nicht stark verschmutzt wurden. Wichtig ist, dass man sie dann beim Auf- und Absetzen weder am Dichtrand noch an der Innenseite berührt und sie zwischen den Einsätzen so lagert, dass möglichst viel Luft an die Maske gelangt.

Wie müssen diese Masken am besten getragen werden?

  • Die Masken müssen dicht am Gesicht anliegen, sodass der Luftstrom beim Atmen nicht an den Rändern ungehindert ein- und ausströmen kann. Die Maske sollte also beim Einatmen ans Gesicht angesaugt werden. Barthaare oder Narben können den engen Sitz verhindern: Hier hilft nur, sich zu rasieren oder eine andere Maskenform auszuprobieren.

Wie erkenne ich eine FFP2-Maske?

  • Sie müssen der Norm EN 149:2001 entsprechen und ein CE-Kennzeichen sowie eine vierstellige Nummer aufgedruckt haben. Diese gibt Nutzern Rückschluss auf die Prüfstelle - 0158 steht zum Beispiel für Dekra, 0121 für das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA).

Gibt es Fälschungen?

  • Ja, die gibt es. Umso wichtiger ist es, dass man die Kennzeichnungen genau prüft. In der Nando-Datenbank der EU-Kommission lassen sich online zum Beispiel die vierstelligen Nummern dem jeweiligen Prüfinstitut zuordnen. Taucht die Nummer auf der Maske dort nicht auf, sollte man stutzig werden.

Diese Masken sind ebenfalls erlaubt:

  • Schutzmasken mit den Kürzeln N95, P2, D2, oder CPA
  • Diese haben ein vereinfachtes Prüfverfahren durchlaufen, zum Beispiel bei Dekra, IFA oder verschieden Tüv-Organisationen.
  • All diese Masken tragen kein CE-Zeichen und keinen FFP-Aufdruck.
  • Die Bescheinigung über die bestandene Prüfung sollte beiliegen, erklärt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua).

Haben die Alltagsmasken aus Stoff nun ausgedient?

  • Nein. Die vorgesehene Pflicht bezieht sich ja nur auf den Einzelhandel und die Fahrten mit Bus und Bahn. Bei privaten Treffen oder etwa in Straßen mit Maskenpflicht können auch die Stoffmasken weiterhin getragen werden.
  • Eventuell haben sie auch in Kombination mit der OP-Maske weiterhin etwa beim Einkauf oder auf der Fahrt zur Arbeit ihre Berechtigung - um den Eigenschutz zu erhöhen, zum Beispiel, wenn man sie übereinander anzieht.
(boot/dpa)