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Corona: Die witzigsten Homeoffice-Pannen der Düsseldorfer

Arbeiten im Lockdown : Die witzigsten Homeoffice-Pannen der Düsseldorfer

Wer kennt sie nicht, die Tücken bei der Arbeit zu Hause? Diese Düsseldorfer können von skurrilen Erlebnissen berichten.

Diese Pannen erleben in der Corona-Krise viele Leute im Job: Über Kabel stolpern, in Unterhosen vor die Kamera treten, die Kinder schreien herum, der Staubsauger macht Krach, die Putzfrau läuft während der Videokonferenz durchs Bild. Solche skurrilen Pannen sind diesen Düsseldorfern nicht unbekannt: An einen bestimmten Videocall wird sich Schauspielerin und Kunst-Expertin Jeannine Burch immer erinnern: Sie hatte ihre schönste Bluse gebügelt und die Unterlagen für ein Kunstkonzept geordnet. „Pünktlich klickte ich den Zoom-Link meiner Kundin an. Ich konnte ihre Stimme hören, sie aber nicht sehen. Wie wild drückte ich auf meiner Tastatur herum. Plötzlich lachte sie Kundin laut los. Sie prustete: ‚Ich kann Sie sehen. Sie haben noch die Maske auf.’“ Dann öffnete sich auch mein Bildschirm, und ich konnte meine Kundin sehen und mich – mit einer grünen Feuchtigkeitsmaske auf dem Gesicht! Mann, war mir das peinlich.“ Aber die Dame soll fröhlich gesagt haben: „Lassen Sie sie ruhig drauf.“ Nach einer Stunde hatte Burch ein super Ergebnis „und sogar noch eine außergewöhnlich zarte Haut“.

 Sabine Tüllmann, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Düsseldorf, bereitete während einer Video-Konferenz das Essen vor.
Sabine Tüllmann, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Düsseldorf, bereitete während einer Video-Konferenz das Essen vor. Foto: Privat

Die Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Düsseldorf, Sabine Tüllmann, kann jetzt darüber schmunzeln, „aber in der Situation war ich echt erst einmal geschockt“. Denn sie bereitete während eines Zoom-Meetings mit 100 Managern das Essen für ihre Familie vor. „Schön links und rechts die Schneidebretter drapiert, vor mir das Laptop. Ich schneide fleißig und nichtsahnend das Gemüse klein, als der Zufallsgenerator auf mich springt und ich auf einmal im Bild zu sehen bin.“ Erst sei ihr das sehr unangenehm gewesen, doch dann trat sie sofort die Flucht nach vorne an: „So ist das eben, wenn man zwischendurch auch kochen muss, sagte ich. Die Leute nahmen es sehr gelassen.“

Auch Prinzessinnen bleiben von den Tücken des Homeoffices nicht verschont. So muss die designierte Venetia Uasa Katharina Maisch, die im bürgerlichen Leben Rechtsanwältin ist, für die Arbeit daheim auch schon mal auf die Treppe ausweichen. „Mit zwei Homeschooling-Teenagern und Hund ist die Treppe manchmal der ruhigste Ort“, sagt sie. „Und auf der Suche nach dem besten WLan kann man schon mal auf der Treppe landen.“

 Rudi Esch hatte einen „peinlichen“ Klingelton.
Rudi Esch hatte einen „peinlichen“ Klingelton. Foto: Privat

Der designierte Prinz, Dirk Mecklenbrauck, ist ebenfalls Jurist. Er ist bislang von Peinlichkeiten verschont geblieben, aber andere nicht: „In einer Schaltung war mal einer dabei, der oben herum ganz akkurat mit Sakko, Oberhemd und Krawatte zu sehen war, aber er hatte seine Hose ausgezogen. Das konnte jeder daran sehen, dass sie über der Lehne seines Stuhls hing.“

DJ Theo Fitsos hat einen Teil seiner Wohnung mittlerweile zu einem kleinen Fitnessstudio umgebaut. Fit am Expander machte er sich auch an diesem Tag: „Ich packte wie immer für Auftritte fast mein gesamtes Homeoffice zusammen und fuhr zum Kunden. Während des Vorgesprächs zur Veranstaltung blickte die Auftraggeberin etwas irritiert auf meinen Bildschirm. Darauf war ein recht bizarres Foto von einer guten Freundin zu sehen. Das Outfit war kunstvoll, konnte man aber auch anders interpretieren – also vielleicht als schlüpfrig. Das war schon ein ganz klein bißchen unangenehm.“

Schützenchefin Britta Damm erholt sich zurzeit noch von einem Reitunfall. Videochats generell stehen bei ihr gerade nicht hoch im Kurs. „Der verdammt breite graue Haaransatz nervt mich. Das sieht im Video einfach nur zum Weglaufen aus“, sagt sie.

Musiker und Autor Rudi Esch hatte wegen eines Buchcovers ein wichtiges Gespräch mit einem Londoner Designer. Der hatte über 20 Jahre für David Bowie gearbeitet. „Leider hatte ich vergessen, mein Handy abzustellen. Kurzzeitig hatte ich meinen Klingelton geändert, und es ertönte der Schlager ‚Hier ist ein Mensch, der will zu dir‘ von Peter Alexander. Ich versank im Boden.“