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Büro-Einbrecher in Düsseldorf vor Gericht: Über 100 000 Euro Schaden

Gericht : Büro-Einbrecher vor Gericht: Über 100 000 Euro Schaden

Allein bei einer Tat soll das Trio mehr als 150 Handys erbeutet haben. Ein vierter Täter ist flüchtig.

Wenn die drei Angeklagten aus Essen sich auf den Weg nach Düsseldorf machten, dann nicht, um hier zu feiern. Stattdessen sollen die 35 und 37 Jahre alten Männer fast zwei Jahre lang immer wieder in Geschäftsräume und Rechtsanwaltskanzleien eingebrochen sein. Dabei richtete das Trio einen Sachschaden von mehr als 100 000 Euro an. Seit Montag müssen sich die Drei vor dem Landgericht verantworten.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben sie sich bereits 2015 zu einer Bande zusammengeschlossen. Gleich beim ersten Einbruch in eine Mobilfunk-Firma am Niederkasseler Lohweg sollen sie eine Riesen-Beute gemacht haben. Rund 170 Handys und andere Geräte im Wert von mehr als 50 000 Euro sind dort verschwunden. Einen Monat später „besuchten“ sie das gleiche Unternehmen angeblich noch einmal. Bei dem Einbruch wurden noch einmal 24 Geräte entwendet.

In einer Rechtsanwaltskanzlei an der Speditionstraße sollen die Angeklagten eine 2000 Euro Teure Stereoanlage und einen Montblanc-Kugelschreiber mitgenommen haben. In einem Büro an der Plange Mühle steckten sie eine EC-Karte ein. Damit fuhren sie, so die Staatsanwaltschaft, zum Outlet-Center nach Roermond und kleideten sich für 4333 Euro neu ein.

„Anstifter“ befindet sich
angeblich in Marokko

Nach umfangreichen Ermittlungen kam die Kripo der Bande auf die Schliche. Bei Hausdurchsuchungen wurden dann Teile der Beute gefunden. Ein vierter Täter konnte sich rechtzeitig absetzen. Er hält sich  vermutlich in Marokko auf: Wie Rechtsanwalt Nicolai Mameghani erklärte, sei das der Anstifter gewesen. Auf Einbruchstour sei man dann spontan gegangen.

Die Angeklagten hatten die Taten bereits bei der Polizei eingeräumt. Zum Prozessauftakt am Montag machte das Trio zunächst keine Aussage. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt.