Düsseldorf: Bürgerdinner: Demokratie ist in Gefahr

Düsseldorf : Bürgerdinner: Demokratie ist in Gefahr

Die WZ verlost 20 Karten für Diskussion, Kunst und Drei-Gänge-Menü im Jungen Schauspiel.

Düsseldorf. Die Demokratie steht unter Druck — in Deutschland, Europa und in der globalisierten Welt. Einen Tag nach der entscheidenden Stichwahl um das französische Präsidentschaftsamt und sechs Tage vor der NRW-Landtagswahl setzt das nächste Bürgerdinner von WZ und Schauspielhaus am Montag, 8. Mai, die Demokratie auf den Spielplan: Im Jungen Schauspiel an der Münsterstraße 446 nehmen Bürger, Spezialisten, Künstler und Geflüchtete gemeinsam an einer festlich gedeckten Tafel Platz und diskutieren bei einem Drei-Gänge-Menü darüber, wie wir zusammen leben wollen.

Foto: bpb/Martin Scherag

Aljoscha Leonard, seit 20 Jahren bekennender Anarchist, weist als Tischredner auf die Grenzen unserer Demokratie hin. Als Vertreter der Freien ArbeiterInnen Union Düsseldorf (FAU) fordert er, dass gewählte Politiker Rechenschaft ablegen sollen über ihr Handeln. Tatsächliche Beteiligung aller Gesellschafts-Gruppen gibt es in einer parlamentarischen Demokratie nicht, meint er und erklärt: „Einmal in fünf Jahren wählen reicht nicht.“

Foto: SL

Große Hoffnungen setzt der aus Aleppo geflüchtete Rami Lazkani in Deutschlands Demokratie. Als Mathelehrer unterrichtet er eine internationale Klasse am Marie-Curie-Gymnasium. Lazkani sagt: „Assad ist ein Diktator. Diesen Satz sage ich hier zum ersten Mal öffentlich, und ich habe keine Angst, dafür im Gefängnis zu landen.“ Er glaubt fest, dass die nach Deutschland Geflüchteten lernen, sich in eine demokratisch verfasste Gesellschaft integrieren zu können.

Foto: MZ

Visionen für eine Demokratie über die Grenzen Deutschlands hinaus entwickelt Spezialistin Caroline Hornstein Tomic, stellvertretende Präsidentin der Bundeszentrale für politische Bildung. Sie ist eine Anhängerin der Bewegung „Pulse of Europe“, die jede Woche europaweit tausende Menschen auf die Straßen vieler Städte in Europa bringt, um für Demokratie zu demonstrieren. Musikalisch greift die Slam Poetin Aylin Celik in das Geschehen ein. Moderiert wird der Abend von WZ-Redakteurin Marion Troja und den beiden künstlerischen Leitern am Schauspielhaus, Christof Seeger-Zurmühlen und Stefan Fischer-Fels. Der Eintritt ist frei, wegen der begrenzten Platzzahl ist eine Anmeldung über das Schauspielhaus erforderlich: Telefon 0211/36 99 11.

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