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Kulturpolitik: Bürger sollen bei der Oper mitreden

Kulturpolitik : Bürger sollen bei der Oper mitreden

Analyse SPD, FDP und Grüne haben einen Plan zum Opernhaus entwickelt.

Die Fraktionen der Ampel-Kooperation (SPD, FDP und Grüne) werden in der Ratssitzung am 7. März einen Antrag zur Zukunft der Oper einbringen. Die wichtigsten Punkte dazu im Überblick:

Der Antrag Zur Abstimmung steht ein Konzept mit drei Punkten und einer übergeordneten Bedingung. Die Bedingung: Die Düsseldorfer sollen in allen drei Punkten beteiligt werden. Es sollen verschiedene Formate und Kommunikationswege entwickelt werden, um die Bürger einzubinden. Die drei Punkte:

1. Das Opernhaus soll analysiert werden. Es geht dabei um den Zustand von Gebäude und Technik, Kosten einer Sanierung und einer möglichen Erweiterung sowie die Abwägung von Sanierung und einem möglichen Neubau. Für Letzteres gibt es sowohl Vorschläge für die Heinrich-Heine-Allee als auch den Medienhafen.

2. Die Bedeutung des Hauses und der Institution soll diskutiert werden. Die Rheinoper hat vorgeschlagen, die Ausstellung „Große Oper – viel Theater?“ des Deutschen Architekturmuseums nach Düsseldorf zu holen und anhand dessen die gesellschaftliche Bedeutung und Bedarfe der Oper zu erörtern. Laut Beschlussvorlage der „Ampel“ soll die Stadt die Oper in dieser Initiative unterstützen und ein Rahmenprogramm entwickeln.

3. Die Entwicklung soll zu anderen Entwicklungen passen. In der Debatte sollen das Konzept zum Blaugrünen Ring, der Denkmalschutz und „die Ziele einer nachhaltigen, qualitätsvollen Stadtentwicklung“ berücksichtigt werden.

Die Bewertung Der Antrag wird durchgehen, da die drei Fraktionen die Mehrheit im Stadtrat haben. Das Konzept trifft auch die wesentlichen Anliegen der CDU. Da könnten allerdings Feinheiten oder politischen Wunden aus Abstimmungen zum selben Thema in jüngerer Vergangenheit trotzdem zu Enthaltung oder einem Nein führen. So oder so: Der Antrag enthält die wesentlichen nächsten Schritte in der Operndiskussion und berücksichtigt auch die Erfahrungen, die die Stadt etwa beim Konrad-Adenauer-Platz mit der Bürgerbeteiligung gemacht hat. che