Bürger diskutieren Entwürfe für den Bahnhofsvorplatz

Bürger diskutieren Entwürfe für den Bahnhofsvorplatz

Im Rathaus werden Ideen für den Konrad-Adenauer-Platz gezeigt. Die Frage, die bleibt: Wann soll umgebaut werden?

Düsseldorf. Er ist wenig ansehnlich. Und vielen in der Stadt schon lange ein Dorn im Auge. Denn der Konrad-Adenauer-Platz ist für viele Besucher das erste, was sie von Düsseldorf wahrnehmen. Doch einen guten ersten Eindruck gibt er schon lange nicht mehr ab. Das soll sich ändern. Bei einem Wettbewerb wurden nun Entwürfe für die Umgestaltung des Platzes gesammelt und Sieger gekürt. Die Entwürfe der 24 Teilnehmer werden noch bis zum 4. Mai im Rathaus ausgestellt.

„Das Hochhaus finde ich befremdlich“, sagt Kathrin Tiedemann, die sich gleich am ersten Tag die Ausstellung ansieht. Grundsätzlich findet sie es gut, dass die Sache endlich angegangen wird. Aber: „Mir fehlt noch Platz für Fahrräder“, sagt sie. In den meisten Entwürfen scheine der Platz besonders für Fußgänger ausgerichtet zu sein. Fahrradstellplätze und Radwege? Fehlanzeige.

Auf Nachfrage erzählt sie, dass sie ein spezielles Interesse an der Umgestaltung hat. Sie und ihr Begleiter Christoph Rech arbeiten für das FFT, das im neuen Kulturzentrum am Bahnhof einen Platz finden soll. Sie hoffen, dass der Platz auch das Zentrum gut sichtbar macht. Was sie aber nicht genau verstanden haben: Wann jetzt tatsächlich etwas passieren soll.

Das fragt sich auch Hans-Werner Runkel, der aus persönlichem Interesse, weil er in der Nähe wohnt, zur Ausstellung gekommen ist. Er sagt, der Bahnhofsvorplatz brauche Entspannung. „Es würde gut tun, wenn ein paar der Bahnen nach unten verlegt werden“, sagt er — wenn das denn geht. Ihm gefällt außerdem, dass ein paar der Entwürfe, auch einer der Gewinner, das Hochhaus passend zum bestehenden Uhrenturm gestaltet sind. „Manche haben so gläserne Türme — das muss doch nicht sein“, sagt er. Als Eingang zur Stadt sei der Platz eine Katastrophe. Daher hofft er, dass dort bald etwas passiert.

Das hoffen auch die Beteiligten. Jonas Greubel, André Schmidt und Daniel Schilp haben einen der Siegerentwürfe eingereicht und wollten sich selbst noch einen Eindruck von der Konkurrenz verschaffen. Sie interessiert zudem, was die Bürger von den Entwürfen halten. Und auch für sie bleibt nach dem Wettbewerb eine entscheidende Frage offen: Wann soll es denn nun endlich losgehen?

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