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Brandopfer an Bushaltestelle in Düsseldorf: Polizei sucht jetzt Zeugen

Düsseldorf : Brandopfer an Bushaltestelle: Polizei sucht jetzt Zeugen

Der in Flammen sitzende 70-Jährige bleibt vorerst ein Mysterium. Die Polizei sucht jetzt mit Fotos nach Hinweisen.

Immer noch wird ergebnisoffen ermittelt, Polizei und Staatsanwaltschaft rätseln weiter: Der Tod des Rentners Helmut R. bleibt vorerst ein Mysterium. Der 70 Jahre alte Mann war von Zeugen brennend im Wartehäuschen der Endhaltestelle der Linie 736, Eller-Kamp, oberhalb der Vennhauser Allee entdeckt worden – und tags darauf in einer Spezialklinik seinen schweren Brandverletzungen erlegen. Jetzt sucht die Polizei Zeugen, die etwas zum Hergang des geschehens berichten könnten.

Helmut R. hielt sich nach Angaben der Polizei regelmäßig im Bereich der Haltestelle auf und machte täglich kleine Einkäufe in einem in unmittelbarer Nähe gelegenen Lebensmitteldiscounter. Am Dienstag war er mit einem in der Grundfarbe rotkarierten Flanell-Holzfällerhemd, einem weißen T-Shirt, Bluejeans und dunklen Lederschuhen bekleidet. Er trug rötliches schütteres Haar und war auf einen Gehstock angewiesen. Die Polizei fragt nun: Wer hat am 2. Juni im Umfeld der betreffenden Bushaltestelle verdächtige Beobachtungen gemacht? Und wer kann Hinweise bezüglich des Brandgeschehens geben? Zeugen sollen sich beim Kriminalkommissariat 11 unter der Rufnummer (0211) 8700 melden.

Diese Aufnahme stammt aus dem Personalausweis von Helmut R. Foto: Polizei

Derweil hat eine Zeugin dem „Express“ beschrieben, dass mehrere Menschen mitgewirkt hätten, das Feuer zu löschen. „Da saß er ganz aufrecht und ganz dünn und blickte mir direkt in die Augen. Die Flammen schlugen von seinem Rücken auf beiden Seiten nach vorn“, berichtete Heike Janssen dem „Express“. Sie habe wie „eine Maschine“ funktioniert, mit Decken eines Obdachlosen und Wasser aus ihrem Einkauf zusammen mit Helfern die Flammen gelöscht. Und doch kam die Hilfe zu spät.

(kup)