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Düsseldorf: Blindgänger-Suche am Airport geht weiter - Keine Treffer

Düsseldorf : Blindgänger-Suche am Airport geht weiter - Keine Treffer

Nach der Suche ist vor der Suche: Am Düsseldorfer Airport sind vier von sieben Verdachtsstellen auf Bomben-Blindgänger inzwischen untersucht. In der Nacht zum Freitag könnte dabei erneut Gefährliches ans Licht kommen.

Düsseldorf (dpa). Die intensive Suche nach Bomben-Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg wird am Düsseldorfer Flughafen in der Nacht zum Freitag fortgesetzt. In der Nacht zum Mittwoch konnte nach der Freilegung von zwei Verdachtsstellen Entwarnung gegeben werden. Es seien nur Splitterfragmente und eine bereits geplatzte Zehn-Zentner-Bombe freigelegt worden, teilte der Airport mit. Weitere Sicherheitsmaßnahmen waren deshalb nicht nötig, der Flugbetrieb konnte am Mittwoch planmäßig starten.

Am Montag war bei einer ersten Suche auf dem Rollfeld eine 125-Kilogramm-Bombe mit gefährlichem Säurezünder gefunden und kontrolliert gesprengt worden.

In der Nacht zum Freitag werden erneut zwei Verdachtspunkte auf dem Flugfeld untersucht. Mit zwei Trupps werde an ihrer Freilegung gearbeitet. Die verdächtigen Gegenstände, die bei Sondierungsarbeiten aufgefallen waren, liegen zwischen 2,5 und 4 Meter tief im Boden.

Die Erdarbeiten beginnen am Donnerstag um 23.00 Uhr, teilte die Stadt mit. Zunächst werde mit dem Bagger, später von Hand ausgeschachtet. Dafür seien bis zu acht Stunden einkalkuliert.

Werde eine Fünf-Zentner-Bombe gefunden, blieben die Auswirkungen gering. Es wohnen keine Menschen im 500-Meter-Radius um die Fundstelle. Allerdings würde die Danziger Straße (B8) gesperrt werden. Die Bahnlinie U 79 würde ebenfalls betroffen sein.

Bei einer Zehn-Zentner-Bombe seien im 1000-Meter-Radius fast 1000 Anwohner betroffen. Sie müssten während der Entschärfung in ihren Häusern bleiben. Betroffen wären dann auch zwei Kitas. Flugpassagiere, die am Freitag bis mittags zum Flughafen an- oder abreisen, sollten sich bei ihrer Fluggesellschaft über mögliche Verzögerungen informieren. Am kommenden Montagabend soll dann die letzte Verdachtsstelle untersucht werden. Bei ihr könnte sogar eine Sperrung der Autobahn 44 notwendig werden.