1. NRW
  2. Düsseldorf

Bis Ende März ist der Hammer Bunker abgerissen

Bunker-Abriss : Bis Ende März ist der Hammer Bunker abgerissen

Lärm und Dreck stören die Anwohner. Der Bauherr bemüht sich und lässt auch die Fenster der Nachbarn putzen.

Wenn der Förderverein Hamm an diesem Samstag, 23. Februar, zur Ausstellung ins Stadtmuseum einlädt, wird dort sicher ein Motiv nicht fehlen. Es ist der Hammer Bunker, der 1942 errichtet worden war. Doch just im Jahr der 625-Jahr-Feier des dörlichen Stadtteils läuft tatsächlich der Abriss, des „Wahrzeichens“, das dann der Vergangenheit angehört. Wie berichtet hat sich nach vielen Jahren der Ungewissheit, was mit dem Bunker passiert, mit Peter Röttger ein Architekt und Bauträger in einer Person gefunden, der auf dem Grundstück am Möhrkesgäßchen in ein neues Projekt investiert. Mit dem Architekturbüro „r2w“ aus Neuss will er dort ein Haus mit 21 Eigentumswohnungen bauen.

Auch Staub und Dreck machen den  Nachbarn zu schaffen

Aktuell leiden vor allem die direkten Anwohner unter dem Lärm, den der Abriss der dicken Mauern mit dem großen Meißel sich bringt. Auch Staub und Dreck machen ihnen zu schaffen. Auf Anfrage sagt Bernd Hosman vom Architekturbüro, dass er die schwierige Situation der Nachbarn sehr gut verstehe. „Die Beschwerden halten sich aber in Grenzen“, erklärt er. Auch habe man bereits die Fenster putzen und die Fahrzeuge der Betroffenen waschen lassen.

Der geplante Abriss hatte sich etwas verzögert, da dies bei so einem Hochbunker besonders durchdacht werden müsse, so das Architekturbüro. Da dauert es schon einmal länger, bis die Genehmigung der Bauaufsicht vorliege. Nun aber verschwindet der Bunker von Tag zu Tag mehr, bis Ende März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Weitere zwölf Monate werden dann aber mindestens vergehen, bis der Neubau stehen wird. Der Architekt hatte bei der Vorstellung des Projektes in der Bezirksvertretung 3 im April 2018 mit seiner Planung überzeugt. Denn die Form des Neubaus soll später an den Hammer Bunker erinnern.

Ausstellung zur Geschichte Hamms im Stadtmuseum

Gebaut wird auch eine Tiefgarage im Untergeschoss des ehemaligen Bauwerks, das nicht unter Denkmalschutz stand. Es entstehen dort zwölf Parkplätze und 17 weitere auf dem Grundstück. Laut Bauherrn gibt es auch schon Reservierungen für einen Teil der 21 Eigentumswohnungen, die zwischen 110 und 180 Quadratmeter groß werden sollen. Und wer sich für die Geschichte des Bunkers, aber vor allem auch für die des Stadtteils Hamm interessiert: Die Ausstellung des Fördervereins Hamm im Stadtmuseum, Berger Allee 2, wird am Samstag um 15 Uhr eröffnet. Zu sehen ist sie bis zum 24. März.