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Bezirksvertretung in Düsseldorf verfasst Resolution zu Vallourec​

Röhrenwerke vor dem Aus : Vallourec: Politik verfasst Resolution

Alle Mitglieder der BV 6 haben einen Forderungskatalog unterschrieben, der sich an Oberbürgermeister und Stadtrat richtet.

. Sämtliche Mitglieder der Bezirksvertretung 6 haben eine Resolution unterschrieben, mit der sie sich für den Erhalt des Vallourec-Röhrenwerks in Rath sowie die dort Beschäftigten und ihre Familien einsetzen. Insbesondere fordern sie von Stadtrat und Oberbürgermeister Stephan Keller sich in diesem Sinne zu engagieren.

„Die durch Vallourec angekündigte Schließung halten wir für falsch“, heißt es in dem Schreiben. Die Politiker betonen die Bedeutung nahtloser Stahlrohre auch für Zukunftstechnologien wie Wasserstoffleitungen. Sie kritisieren gleichzeitig die Verlegung der Produktionsstätte nach Brasilien. „Die aktuellen globalen Krisen zeigen uns, wie verletzlich uns solche Abhängigkeiten machen. Brasilien steht nicht zuletzt aufgrund eines trumpesk agierenden Präsidenten und massiver Regenwaldabholzung in negativen Schlagzeilen.“ Hoffnung setzen die Bezirksvertreter nach wie vor auf Wirtschaftsminister Robert Habeck, der sich nach einem Brief von Stephan Keller – bislang allerdings ohne Ergebnis – eingeschaltet hatte.

Teil des Forderungskatalogs ist, dass ein intensiver Austausch mit Betriebsrat und Gewerkschaft geführt wird, „um die Bemühungen für einen Weiterbetrieb und einen Sozialplan zu unterstützen“.

Mehrere Punkte sollen
auf den Prüfstand

Konkret sollen mehrere Punkte intensiv geprüft werden. An erster Stelle steht das von Arbeitnehmerseite entwickelte Konzept für den Erhalt des Standorts mit finanzieller Beteiligung von Bund und Land. Weitere Ziele: die Entwicklung einer Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft sowie auch einer Transformationsagentur in Zusammenarbeit mit der Landesregierung zur schnellen Arbeitsmarktvermittlung“. Auch die „Moderation von betrieblicher Fachkräftesicherung“ sei wichtig. Zudem sollen laut den Bezirksvertretern die Stadtratsmitglieder und der Oberbürgermeister darauf hinwirken, dass sich Landes- und Bundesregierung für die bereits genannten Ziele einsetzen. Zuletzt betonen die Politiker, dass das als Industriekernzonen definierte Areal auch tatsächlich „dauerhaft für produzierendes Gewerbe“ vorgehalten wird. „Allen Überlegungen zu anderen Nutzungsarten und damit zur Spekulation über Grundstückswerte sollte eine Absage erteilt werden“, heißt es.