Betroffenheit nach Drama in Golzheim

Betroffenheit nach Drama in Golzheim

Neue Details zu Familientragödie bekannt geworden.

Düsseldorf. Die Düsseldorfer Familientragödie vom Freitag schlägt jetzt bundesweit Wellen. Inzwischen sind außerdem neue Details zu der Tat bekannt geworden. Demnach haben die Eltern laut Staatsanwalt Ralf Herrenbrück zunächst begonnen, einen Abschiedsbrief zu schreiben und diesen erst beendet, nachdem sie ihr Kind getötet hatten. Weiterhin geben die Behörden keine Auskunft zur Art der Tötung.

Die Bundesbehindertenbeauftragte Karin Evers-Meyer (SPD) sagte gestern: "Ich bin traurig, dass die Eltern des Jungen für sich und ihr Kind als Ausweg nur den Freitod gesehen haben." Sie wies auf die Hilfs- und Förderangebote für Familien mit behinderten Kindern hin.

Die Vizevorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Jeanne Nicklas Faust, kritisiert die Einstellung gegenüber Behinderten: Viele betroffene Eltern müssten sich Sätze anhören wie: "Das hätte doch nicht sein müssen, dafür gibt es doch vorgeburtliche Untersuchungen."