Sanierung von Schloss Benrath Besucherzentrum soll Schloss Benrath auf „neue Ebene heben“

Düsseldorf · Stiftungsvorstand Nicolas Maas stellte der Bezirksvertretung 9 das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs vor.

Spital-Frenking +Schwarz mit ihrem puristischen Entwurf.

Spital-Frenking +Schwarz mit ihrem puristischen Entwurf.

Foto: Profs. Spital-Frenking +Schwarz

(rö) In diesem Jahr geht es richtig los mit den umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten am und ums Benrather Schloss. 15 Jahre werde es dauern, bis alles fertig sei, informierte unlängst Stiftungsvorstand Nicolas Maas die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) 9. Dabei geht es um Projekte zum Denkmalschutz wie auch darum, das Schloss, die Nebengebäude und den Park barrierefreier zu machen. Rund 60 Millionen Euro hatten für dieses Mammutprojekt schon vor Jahren Bund, Land und die Stadt zugesagt.

In der jüngsten Sitzung der BV hatte Maas den Stadtteilpolitikern das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs zur Umgestaltung des Westflügels in ein Besucherzentrum mitgebracht. Dessen Umsetzung würde allerdings erst im zweiten Umbau-Modul umgesetzt werden, wenn die Themen Flügel-Sanierung samt Torhäuser auf der Agenda stehen. Das ist für die Jahre zwischen 2026 und 2030 angesetzt.

Doch schon im vergangenen Jahr hat die Stiftung den Wettbewerb durchgeführt. 100 Planungsbüros hatten ihr Interesse bekundet und eine Projektskizze eingereicht. Zehn von ihnen waren daraufhin ausgesucht worden, um einen Entwurf zu fertigen. Die Stiftung wünscht sich aus dem derzeit von der Verwaltung genutzten Flügel die erste Anlaufstelle für die Besucher zu machen. Der heutige Ticketshop soll anders genutzt werden. Vom Innenhof des Flügels aus sollen dann auch die Museen erreicht werden: Sowohl das zu einem Museum zusammengelegte Naturkunde- und Gartenkunstmuseum als auch durch einen unterirdischen Gang das historische Haupthaus des Schlosses, das Corps de Logis.

Beim Ausarbeiten der Entwürfe hatte die Architekten vieles zu beachten: angefangen vom Brandschutz über den Denkmalschutz als auch den Anschluss an vorhandene Gebäudeteile. Wohl auch wegen dieser Vorbedingungen gewann der Entwurf von Profs. Spital-Frenking +Schwarz den Wettbewerb. Als „puristisch mit einer amorphen Form“ beschrieb ihn Nicolas. Das Büro hat ihn den Innenhof ein eigenes Gebäude integriert, einen Pavillon, selbsttragend und frei stehend, der ein Drittel der Innenhoffläche belegt und aus viel Glas besteht. In diesem sollen alle wesentlichen Funktionen eingerichtet werden: Kasse, Garderobe und Shop. Dieses Projekt, so Maas, werde Schloss Benrath auf eine neue Ebene heben, auch touristisch. Das sahen die Mitglieder der Bezirksvertretung ähnlich. Stellvertretend sagte Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf: „Das sieht sehr ansprechend aus.“

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