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Benefiz-Ausstellung: Fotos von Dieter Nuhr kaufen und etwas Gutes tun

Benefiz-Ausstellung: Fotos von Dieter Nuhr kaufen und etwas Gutes tun

Benefiz-Ausstellung: Kabarettist Dieter Nuhr und Maler Stephan Kaluza präsentieren ihre Werke in der Bergerkirche.

Düsseldorf. „Am Anfang war das Wort. So steht es geschrieben. Aber nicht alles was geschrieben steht, ist auch automatisch richtig.“ Mit diesen Worten an der Wand wurden die Besucher zur Vernissage der Ausstellung „Transit“ in der Bergerkirche begrüßt. Kabarettist Dieter Nuhr zeigt dabei surreal anmutende Fotografien von seinen vielen Reisen durch ferne Länder, sein Künstler-Kollege Stephan Kaluza hingegen präsentiert großformatige Ölgemälde. Die Erlöse aus dem Verkauf der Werke kommen dem Diakonie-Projekt „Eine Wohnung für Flüchtlinge“ zugute.

Nuhr bezeichnete seine Fotografien als „mitgebrachte Weltfragmente“ mit einer ästhetischen Komponente: „Wir sind Reisende durch Raum und Zeit. Und jeder macht sich ein Bild von dem, was ihn umgibt.“ Zu sehen sind Hindu-Gottheiten auf den Straßen von Kalkutta oder architektonische Details aus der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Aber auch eine simple Küchenzeile mit Graffiti-Schriftzügen aus dem Sudan haben die Aufmerksamkeit des Fotografen geweckt.

„Ich versuche überall hinzureisen — von Bolivien bis Georgien, von China nach Bulgarien, Mexiko und Albanien. Meine Absicht ist es, Räume mitzubringen“, erklärt Nuhr. In dem ganzen Kunstbetrieb versuchte der Kabarettist immer wieder, die Stimmung in der Bergerkirche humorvoll zu steigern: „Kommen Sie doch einfach mal wieder, wenn es hier nicht so voll ist, dann kann man die Bilder auch besser sehen.“

Der Maler Stephan Kaluza sieht die Natur als die wichtigste Inspiration für seine Ölgemälde. Vertikal zulaufende Farbstreifen, die immer wieder durch aufgeschichtete Elemente unterbrochen werden. Manche sind farblich und in den Konturen klar. Wieder andere wirken auf den Betrachter wie verschwommene Momentaufnahmen. „Einige Werke stellen das durchbrechende Licht in Bäumen dar. Dabei basieren die Gemälde auf Fotografien, die ich vor Ort mache. Im Grunde fängt es realistisch als Foto an und wird am Ende des Schaffensprozesses abstrahiert. Dadurch wird schlussendlich die Deformation der Realität sichtbar.“Dabei begnügt sich Stephan Kaluza nicht in der Rolle des Malers. So fotografierte er die Schlachtfelder der Napoleonischen Kriege wie Waterloo oder das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig.

Info: Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 3. November in der Bergerkirche.