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Düsseldorf: Beim Fackelzug wird über kleine Peinlichkeiten gelacht

Düsseldorf : Beim Fackelzug wird über kleine Peinlichkeiten gelacht

Ob müde Beine oder ein verpasster Flug: Die liebevoll gestalteten Wagen der Schützen greifen lustige Vorfälle der Bruderschaft auf.

Düsseldorf. Darüber lacht ganz Hamm: Ein Schützenbruder hat sein Flugzeug verpasst, weil er genüsslich im Kreise seiner Familie im Flughafenrestaurant einen Hamburger verzehrte. Den letzten Aufruf verpasste er, der Flieger war weg, und die Jungschützenkompanie, die Jüko, hat dieses Ereignis genüsslich auf ihrer Fackel, dem Zug der Peinlichkeiten im Stadtteil, nachempfunden.

Beim großen Umzug am Samstagabend durch den Stadtteil war dieser Wagen der heimliche Publikumsfavorit. Unter den gestrengen Augen der Jury belegte er dann aber doch nur Platz drei. Sieger wurde stattdessen der Wagen der „Gesellschaft Liederkranz“. Der ehrte nämlich das Tambourcorps St. Martin aus Bilk, das in diesem Jahr schon zum fünfzigsten Mal für die Gesellschaft spielte.

Den zweiten Preis bekam die Gesellschaft Hubertus, die die diesjährige Schützenwallfahrt nach Köln auf die Schippe nahm. Denn der eigentliche Wallfahrtsweg betrug nur 300 Meter, vom Hauptbahnhof bis hin zum Dom.

Aber trotzdem gab es einen Schützenbruder, dem der Rückweg wegen seines Alters, aber auch wegen seines Körperumfangs zu lang erschien. Der bestellte sich kurzerhand eine Fahrradrikscha.

Am Samstagabend waren elf Mottowagen unterwegs, der Beifall am Straßenrand war groß. Am Sonntag folgte dann der große Festzug mit den befreundeten Schützenvereinen. Der starke Regen vom Vormittag hatte sich endlich verzogen. Für das Königspaar Hans und Imi Schultz war es der Höhepunkt ihres Schützenjahres, in der Königskutsche winkten sie „dem Volk am Straßenrand“ zu, das sich zahlreich mit Tischen und Picknick einen sicheren Platz gesichert hatte. Danach legten die Jungschützen auf den Königsvogel an und am Abend war Krönungsball. Der neue König der Erwachsenen wird am Montag ausgeschossen.